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Erster Band.
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Geschichte der Jesuiten. 265

sinnungen zu, und schlich in eben der Nacht, in welcherdie Huguenotten der Verabredung gemäß ermordet werdensollten, in das Schlafgcmach des jungen unbeständigenKöniges, um durch ihre Gegenwart die Regungen desMcnschengefühls in ihm zu unterdrücken *). Das mör-derische Fener dieses unseligen Tages wüthete selbst in denentferntesten Provinzen des Königreiches, und es sind andiesem einzigen Tage mehr als zooco Huguenotten ermor-det worden. Der König vcrabschenete in der Folge selbstdie Vcrratherey dieser bluivollen That, und war entschlos-sen, die Guisischen Herzoge, welche Urheber derselben wa-ren, von Paris zu entfernen. Allein er mußte der Listund der Grausamkeit seiner eigenen Mutter unterliegen,die ihn i. I. 1575 durch Gift aus dem Wege räumte, umsich ganz allein der Regierung bemächtigen zu können.

Die Huguenotten, die sich bereits'viermal durch dieTreulostgkctt des Hofes getauscht sahen, der ihnen freyeRcUgionsübung angeboten hatte, um sie desto sicherer er-würgen zu lassen, griffen unter der folgenden RegierungHeinrichs III. mit allgemeinem Enthusiasmus zu denWaffen. Sein Bruder, der in der Geschichte so berühmteHeinrich der Große von Navarra, floh vom Hofe,wo er mißhandelt ward, und stellte sich an die Spitze derHuguenotten, die mit einem fürchterlichen Heere gegen einenRegenten auftraten, welcher, so glänzende Proben von

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