Band 
Erster Band.
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2 68 Viertes Buch.

sollte. Nur die Liguistcn schwuren über den Inhalt dieserDulle als eines gefttzkräftigen Mittels, sich immer frecherunter der Verwände der Religionsvertheidigung gegen dieCouverainetät zu empören. Sixkus V. besah! Hein-rich III. den Inhalt der Bulle zu handhaben. Allein erweigerte sich eben so standhaft, wie die Parlemente, ihr Ge-sctzeskraft im Königreiche zu gestatten. Heinrich derNavarrer gieng soweit, daß er eine heftige Protesta-tion dagegen an den päpstlichen Pallast in Rom anheftenließ, worin er unter andern sagte: „Er hoffe, daß ihm„der Himmel Mittel an die Hand geben werde, sich an dem„päpstlichen Stuhle für eine Unbill zu rächen, die in sei.„uer Person dem ganzen königlichen Hause in Frankreich,„und allen Königen, Fürsten und Republiken der Christen.„ heit zugefügt worden sey *)." Sixtus, der bekannt,lich eine große Seele harte, mußte diese edle Kühnheit selbstbewundern.

Indeß war nun ganz Frankreich in zwey Faktio.nen getheilt, die sich einander aufzureiben drohten. DerPlan der Liguisten, oder vielmehr der Häupter derselbengieng dahin, sich des Thrones zu bemächtigen. Manwollte den Cardinal von Bourbon erheben, um dcm Kö.nige von Spanien um so viel sicherer zur Eroberungvon ganz Frankreich zu verhelfen. Der König verließdie Ligue, und vereinigte sich mit seinem Bruder, demN a-darre r- Sixtus schleuderte vergebens seine Keile ausdem Vatikan auf ihre Häupter. Heinrich derNavar.rer schlug die Völker der Ligue in einem blutigen Tref.fen i. I. 1587. Der König ließ den Herzog vonGuiseund den Cardinal von Lotharingen todten', und be.»nächtigte sich des Cardinals von Bourbon, des Erzbi.schofts von Lyon, des Prinzen von Joinville unddes Herzogs von Never s. Die Königin Katharinevon Medicis starb hierüber vor Betrübniß. Gleich.

Hlsimburß üisroirs äs ta l.igus. /. L-'v. I. /saK. iZr.