274 Viertes Buch.
bal > Prozeß des Lieutenants Poulain bekannt ist. IhrCvllegium in der St. Jakobsstraste diente den Liguistengleichfalls zu geheimen Winkeln, in welchen sie sich verkro-chen, um unter der Anleitung dieser Vater die Plane ihrerschrecklichen Verschwörungen zu entwerfen. Zn diesen Je-suirenhausern brüteten die spanischen Agenten, Mando-za, Aquilon undFeria, ihre mörderischen Anschlageauf Frankreich aus. Mit einem Worte: Ihre Häuserwaren der Aufenthalt von Tygern und die Höhle der Ty-rannen; die Königsmökder schärften darin ihre Dolche,um unsere Könige zu durchbohren*)."
Diese Vorwürfe sind den Jesuiten von der Zeit ihresEntstehens in Frankreich bis zu ihrer Austreibung ge-macht worden, ohne daß sie sich anders, als durch grobesLäugnen und durch Verunglimpfung ihrer Gegner, desPasquier, des Arnauds, und der Universität, zurechtfertigen suchten. Wenn man auch die eben angeführ-ten Thatsachen als übertriebene und nie erwiesene Beschul-digungen verwerfen wollte, so zeugen doch hinwieder ganzbesondere Umstände wider die Jesuiten. Man hat es niegeläugnet, daß die Ligue hauptsächlich das Werk einer po-litischen Ehrsucht war, die sich unter der Hülle eines fa-natischen Religionseifers zu erschwingen bemühte Dieunpartheyischsten Geschichtschreiber beschuldigen sowohl diePapste als den König von Svanien, diese Verschwörungbcaünst'gr, und theils mit Trupven, theils mit Geldsum-men unterstützet zu haben. Es wäre wider alle Staats»klngheit gewesen, wenn sich beyde Mächte in einer so kriti-scheu Lage der Jesuiten nicht bedient hätten, die um dieseZeit schon meisterhaft sich in die Politik der Hö»e zu schickenwußten. Mezerai und Thuan haben ihre berühmtenGeschichtsbücher nicht aus Volkssagcn, sondern aus ös»
*) s,ss criwiusi» l!« I«2S Älsjesre. /'art. //,
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