Geschichte der Jesuiten. > 27z
fentlichen Urkunden und Akten, und unter Auktorität desHofes verfasset. Beyde kommen an verschiedene» Ortendarin übereil,, daß die Jesuiten einen nahen Antheil ander Ligue nahmen.
Wenn man noch ferner den Umstand erwäget, daßdie Jesuiten gerade damals am hitzigsten die Anmaaßun-gen des römischen Stuhles verfochten; daß Ketzerverfol-gung und Ketzerhaß ein wesentliches Hauplstück ihrer Con-siilutionsbücher war, und daß sie auS Politik, und ihrereigenen Große wegen, Spaniens Interesse begünstigenmußten; so kann man sie schlechterdings von dem Vcr»dachte nicht lossprechen, daß sie, zwar nicht die haupt-sächlichen Veranlasset, doch die hitzigsten Beförderer derLigue waren. Außerdem mußte ihnen ihrer eigenen Aus-breitung wegen daran gelegen seyn, die Hugenorcu zu un.tcrdrücken. Die Maxime, zur Ehre Gottes, und zur Ver-herrlichung und Erweiterung ihres Ordens Ketzer zu ver-tilgen, haben sie von ihrem Entsteh» bis jetzt noch immerununterbrochen mit einer grausamen Geschicklichkeit ausge-führt.
Auch das Verhalten der Jesuiten bey der ErmordungHeinrichs III. kann zum Beweise dienen, wie gerecht dieVorwürfe seyen, die man ihren mörderischen und vcrrä-therischen Gesinnungen macht, und wie genau und enge siemit dem päpstlichen Hofe in Verbindung stunden. Kaumerhielt Sixtu6 V. von dem verruchten MeuchelmordeNachricht, als er dem Mörder im Angesichts des versam-melten Consistoriums eine äußerst schmeichelhafte Lobredehielt, und ihn weit über Eleazar und Judith erhob*).Die Jesuiten folgten bald seinem Beyspiele, und Maria»
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