Geschichte der Jesuiten.
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. Neuntes Kapitel.
Barriere versucht es, Heinrich den >V. zu ermorden. Die Jesui-ten kommen neuerdings ins Gedränge. Die Universität er-neuert ihren Prozeß gegen sie, und dringt auf die gänzlicheVerbannung des Ordens aus Frankreich. Heinrich wird vonEhastel verwundet, und die Jesuiten endlich aus ganz Frank«reich verstoßen, nachdem zuvor der Rektor ihres Collegiumsin Paris gehängt und verbrannt wurde-
^er an Heinrich in. verübte Meuchelmord hatte dieLiguisten eben so wenig mit den Huguenoten, als den Papstund den König von Spanien mit Heinrichen dem IV.dem Navarrer, ausgesöhnt. Die Tollheit der L>gui-sicn, die sich in Paris gegen das königliche Kriegsherrvertheidigten, war eben so rasend, als das Elend und dieNoth grausam, welche die Pariser wahrend der Belage-rung ausjustehn hatten. Die Rebellen waren vielleichtdurch Hunger bezwungen worden, wenn die Jesuiten nichteinen großen Vorrath von Lebensmitteln auf königlicheUnterpfande herbeygcschaft hatten, um den Widerstandhartnäckiger und langwieriger zu machen *). Ein aufge-fangenes Schreiben der Liguisten an den König von Spa-nien» dessen Original noch gegenwärtig in dein königli-chen Archive aufbewahret wird, beleucht't mit vieler Klar-heit die damalige Lage der Ligue, und das Verständnißder Jesuiten, welches sie mit den Rebellen pflegten. SeinInhalt ist so wichtig, daß er hier angeführt zu werden ver-dient.
„Ew. Katholische Majestät hatten die Gnade, uns„durch den andächtigen und ehrwürdigen Pater Mat«