-82
Viertes Buch.
Interdikte, unj> durch die andere that er alle Untertha.nen in den Dann, welche Heinrichen für ihren recht-mäßigen König erkannten. Die Rebellen frohlockten überdie Dreistigkeit des Papstes. Allein die französischeGeistlichkeit sowohl als die Parlemente des Reichs verwar-fen einmüthig diese Bullen. Um endlich alle Hindernisseaus dem Wege zu räumen, begab sich Heinrich IV. imJahre 159z. wieder in den Schoos der Kirche, und ließdurch seine Gesandten bey Clemens VIII. um die Los-sprechung von dem Banne ansuchen. Der Papst ließ sichdiesen Schritt von Heinrichen gefallen, und hob denBann, jedoch unter der Bedingung auf, daß die königli-chen Gesandten dü Perron und d'O ssat in Gegen-wart sämtlicher Cardinale, im Namen des Königes,und unter Avsingung des gewöhnlichen Bußpsalmes,mit der Ruthe gestrichen werden sollten. Die Gcsand-ten ließen sich diese poßierliche Züchtigung gefallen*),und die Päpstlichen bewiesen durch die Bekanntmachungder Schrift: <l« aurlrorirst« er porenria Avrnaui
I'cmtillcis, ao <le redus keliciter Aestis, vlcroris^usOlementäs ejus norninis octsvi «„mini Uontillcis, <leHenrico IV. Oallicaruni er l^iavarrae Aloriose rri.
umpkantls, daß sie sich dieses poßierlichen Sraupenschla.ges gar geschickt zu bedienen wußten, die königliche Gewaltdem Ausspruche des päpstlichen Stuhls zu unterwerfen.
Heinrich wurde nun von ganz Frankreich alsKönig anerkannt. Nur die Liguisten» ob sie gleich vonden königlichen Truppen geschlagen wurden, sträubten sichgegen die rechtmäßige Königsgewalt, und suchten durch
*) Hisroirs <lu Is 6rsncl psr klarduin cls kere-
Ilxe. psx;. 2Z0, — Du l'in d« Änli^nr ecclesiLe clisciplins.
Visi- VII s-sA, d^2 — I'Vsssrsinsk liu Nc>i, ou Vlsxiinesdn »isd de iVIonrsßne Vsricsns «t d« se» »»sssrins. pri»c-tigud« en Is s>ersonne ds Hsn,)? le 6r»nd,
18- " Drctronna,>s st sts