284 Viertes Buch.
ferst merkwürdigen Umstand an. „Barriere, sagt er *),„verfluchte am Tage seiner Hinrichtung sein Verbrechen„ und diejenigen, die ihn dazu aufmunterten. Er setzte„hinzu, man habe ihn versichert, daß er, im Falle er„über der Ausführung seines Vorhabens gelobtet werden„sollte, von den Engeln in den Himmel getragen würde,„um mit Gott eine ewige Glückseligkeit zu genießen. Wür»„de er aber verhaftet und zur Folter gebracht, so sollte„er sich ja hüten, und zwar unter Strafe der ewigen„Verdammniß, diejenigen zu entdecken, welche ihm hiezn„mit ihrem Rathe behülflich gewesen waren."
Die Jesuiten wollen es nicht auf sich beruhen lassen,daß ihr Pater Varadc in diese Verschwörung verfloch-ten war. Sie sagen, Barriere sey verrückt gewesen,und durch die Schrecken der Folter verleitet worden, dieNeugierde seiner Richter mit einer Unwahrheit zu befriedi.gen. Allein Pasquier, dessen Zeugniß hierin umsomehr unverdächtig ist, da er auf Befehl des Königes dieAkten des peinlichen Prozesses untersucht, und den Mör-der verschiedene Male im Gefängnisse gesprochen hat, be-zeuget, daß Barriere bis an das Ende seines Lebenssich seiner selbst vollkommen bewußt war, und ohne pein-lichen Zwang sein Verbrechen eingestanden habe.
Diese Begebenheit machte indeß die Jesuiten neuer-dings bey allen wohldcnkendcn Franzosen verhaßt.Man sagte es sich öffentlich, daß diese Vater die Urheberd-r blutigen bürgerlichen Kriege seyen; und man beschul-digte sie laut, das geheiligte Leben des Königes verwege-neu Mördern preisgegeben zu haben. Sie predigen, hieß .es, Aufruhr, und verbreiten in Beichtstühlen die giftigeLehre des Königsmordes **).
*) /rrc. tiircor sul lempori». 7oor.
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