Band 
Erster Band.
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Geschichte der Jesuiten. 28;

Je mehr die Cabale der Liguisten offenbar wurde, jegroßer war das Erstaunen der Parleniente, als sie sahen, daßes um nichts gcringers ;u thun war, als die Krone einen, aus-wärtigen Fürsten in die Hände zu spielen. Man erklärtesich im Jahre 1594. in einem feyerlichen Arret wider alleUnternehmungen des spanischen Hauses, und vcrnich-tete alle Verhandlungen, welche wahrend der Ligue widerdie rechtmäßige Gewalt des Königs, und wider dieReichs-gcsctze gepflogen wurden. Der König begnadigte die Re-bellen, die sich ihm unterwarfen, und ließ sich von allenStänden und Orden einen neuen Eid der Treue schwören.Man forderte diese Eidesleistung auch von den Jesuiten;allein sie weigerten sich dessen. In Lyon halten alleStände diesen Eid geleistet, nur die Jesuiten nicht. DasVolk nahm diese Widersetzlichkeit so übel auf, daß esdas Jesuitencollegium bestürmte. Allein diese Väter,d»e doch einige Jahre nachher für so redliche und getreueVasallen der Krone angesehen seyn wollten, beharrtcn >ndiesem Widerstände, und verschlossen lieber ihre Schulenund ihre Kirchen, als daß sie sich bequemten, dem vonganz Frankreich gehuidigtcn Könige den Eid der Treuezu leisten *).

Alle diese Umstände machten die wohlgesinnten Fran-zosen auf eine Gesellschaft wieder aufmerksam, welche sooffenbar die Feinde des Reichs begünstigte, und in allenihr.n Handlungen einen unvertilgbaren Haß gegen denKönig und den französischen Staat äußerte. Manmußte gegen diese geschäftige Sccte, welche alle Kunst.'griffe erschöpfte, um den listigen Entwurf der LiguistischenCabale zur Ausführung zu bringen, um so mehr auf derHut zu seyn, nachdem verschiedene eifrige Liguisten dieRaserey ihres satanischen Unternehmens zu verabscheuen

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