Band 
Erster Band.
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290 Viertes Buch.

in den geheimen Versammlungen der Verschworn«» eineRolle spielte. Allein es ist ebenfalls erwiesen, daß derHerzog von Mayenne diesen friedfertigen Jesuiten nurin der Absicht an sich gezogen habe, um durch seine Be-scheidenheit und Klugheit die Raserey eines empörten Vol-keS im Zaume zu halten. Pigenat habe sich öfters ausdiesen Versammlungen entfernen wollen; und nur derVerdruß über die Verwegenheit dieses Volkes habe ihnwahnsinnig gemacht, in welchem Zustande er auch gestor-ben sey *).

Von solcher Beschaffenheit war die Rechtfertigung derJesuiten am höchsten Reichstribunale. Weit wirkender aberwaren die geheimen Kunstgriffe, deren sie sich bedienten,den endlichen Ausspruch über diesen Rechtshandel zu ver-zögern. Sie hatten unter den Magistraten noch verschie-dene Creaturen, denen sie während der Ligue bedeutendeDienste leisteten. Diese zu gewinnen, war ihr vornehm-stes Augenmerk; und so gieng das Parlement in die Va-canzen, ohne daß es zu einem entscheidenden Urtheile kam.Zwar bezeugten mehrere Magistrate ihr Befremden überdiese Prozedur, und vornämlich der erste Präsident, Au.gustinLhuan, der Onkel des berühmten Eeschicht.schreibers, worauf ich mich in diesem Werke so oft berufe.Er hob die Sitzung mit folgendem merkwürdigen Winkeauf: „Einen Prozeß dieser Art unentschieden zu lassen,„sey geradesoviel, als das Leben des Königs einer un-vermeidlichen Gefahr prüßzugeben. Er hätte von dem„Parlcmente erwarten dürfe», daß es durch einen Rechts-„spruch dieses geheiligte L'ben in Sicherheit setzen würde.„Er sey schon zu alt, um das Ende dieses Rechtshandels„zu erleben; allein um vor seinem Tode noch für sich selbst„seine Meynung zu sagen, so müsse er aufrichtig gestehn,

-) Uittor. 5ui kemx. ^ LiL.

». 417.