Band 
Erster Band.
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291
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Geschichte der Jesuiten. ,9,

„baß es wohlgethan seyn würde, alle Jesuiten auS ganz„Frankreich zu verjagen *)."

Die Ahndung dieses einsichtsvollen Staatsmanneshat sich leider nur zu bald bestätigt. Denn wenige Wo-chen nachher, am 27. Christmonath 1594. stach JohannCastel, ein Schüler der Jesuiten, den König in die Lip.pen, da dieser eben in Paris ankam, und am Hofe er-schien. Der Meuchelmörder wollte den Monarchen in dieKehle verwunden; allein er verfehlte ihn, da dieser sicheben neigte, um einen Hofherrn zu umarmen. Diese Höf-lichkeit, sagt Mezera i, hat dem Könige das Leben ge-rettet **). Wie man dem Könige sagte, daß der Meu-chelmörder ein Schüler der Jesuiten sey, sagte er:„Sollen denn diese Väter durch meinen eigenen Mund von„ihrem mörderischen Vorhaben überführt werden?"***)Man ergriff den jungen neunzehnjährigen Verbrecher, underfuhr von ihm, daß er lange Zeit schon entschlossen war,eine That dieser Art zu begehen. Er wäre von seiner ewi-gen Verdammniß so sicher überzeugt gewesen f), daß erdurch einen Königsmord, als durch ein sehr verdienstlichesWerk, die verdiente Strafe derselben um einige Grabe zuvermindern habe hoffen dürfen. Er bekannte, unter demJesuiten Gurret, dessen er sich auch wahrend seiner la-sterhaften Laufbahn als eines Gewissensrathes bediente,zwey Jahre die Philosophie studiert zuhaben; er bekannte,in den Schulen öfters den Satz behaupten gehört zu ha<

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ch) Man fand unter seinen Papieren eine geschriebene General-beichte, worin er unter andern unnatürliche» Lastern auch be-kannte, mit seiner jünger» Schwester eine Blutschande vorge-habt zu haben. X. ttisrvr. sui tempori».

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