292 Viertes Buch.
ben, daß es ein erlaubtes und verdienstliches Werk sey,den König, als einen Tyrannen, der vom Papste nochnickt auf dem Throne bestätigt sey, zu ermorden. DieseLehre, fuhr er fort, sey die gemeinsame und durchgehendsangenommene Lehre der Jesuiten *). Thuan führt densehr wichtigen Umstand an, daß dieser Meuchelmörder invorzüglicher Gunst bey den Jesuiten gestanden sey; daß siemit ihm öfters geheime Unterredungen pflegten; daß er inihrem Collegio die geistlichen Exerzitien gemacht habe *").Vermuthlich bezicht sich hierauf Ea fiel s eigenes Gestand-niß. Er bekannte, von den Jesuiten öfters in jene Me-ditationszimmer geführt worden zu seyn, wohin sie diegrößten Sünder zu führen pflegten. In diesen Zimmernseyen schreckliche Teufelslarven, bey deren Anbl ck derGeist in schauderhaften Bewegungen zu ungewöhnlichenThaten hingerissen würde***). Die Anrede, welche dieJesuiten in diesen Augenblicken an große Sünder zu hal-len pflegten, waren von der Beschaffenheit, daß man sichvon emem ungewohnten Enthusiasmus begeistert fühle,etwas Großes zu unternehmen t).
Castel 6 Bekenntnisse, und die noch im frischen An-denken schwebenden Beschuldigungen der Jesuiten machtendiese so verhaßt, daß das Volk in großen Haufen sich vorihrem Collegio versammelte, und sie zu erwürgen drohte.Die Wache, die man inzwischen vor das Collegium stellte,während man alle M'tglieder verhaftete, verhinderte je-doch weitere Ausbrüche von Gewaltthätigkeiten gegen sie.Man führte ben Pater Gueret, bey welchem Castel
-) I.oc. cil. — l.oc. cil.
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