Band 
Erster Band.
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zoo Viertes Buch.

und jeder beschuldigt die Parlemente, wo nicht einer offen-baren Ungerechtigkeit, doch einer Uebereilung, die in ihrenAugen und nach ihrer Rechrsdeutung keine gesetzliche Der.bindlichkeit für sie haben konnte. In dieser Rücksicht ha.ben sie auch Frankreich nicht verlassen, sondern sichentweder in der Hülle von Weltlcuten unter andere Ständevermischt, oder als wirkliche Jesuiten in die ProvinzenGuienne und Languedoc geflüchtet, wo sie, zwarvon einsichtsvollen und patriotischen Magistraten verfolgt,aber immer bey Leuten Unterstützung und Aufnahme fanden,welche die Ligue und mit dieser den frechen Widerstandgegen die Gesetze des Reiches fortsetzten. Toulouse,wohin sich damals unter die Cabale des Herzogs vonMa.yenne alle noch übrigenLiguisten verfügten, war der all«gemeine Werbungsplatz, auf welchem die dahin geflohenenJesuiten den heillosen Pöbel der Empörung zusammenraf«rrn, um ihren mißlungenen Meisterstreich vollends ausfüh«ren zu können. Allein das rechtmäßige Parlement vonLanguedoc, welches in Bez iers saß, hat sich gegendie Pralik des Ordens mit außerordentlichem Muthe ge.sträubet. Das Arret, welches dieses Parlement gegen die»selben abfaßte, ist bey weitem nachdrücklicher als jenes vonParis. Der Generaladvokat B ellvy hat mit einer un-nachahmlichen Beredsamkeit die Heucheley der Jesuitenentlarvet, welche unter dem Vorwande, das Beste der Re-ligion zu befördern, nur Factionen und Zwietracht stiften.Er beweiset mir unwiderruflichen Thatsachen, wie sehr sichin einem Laufe von wenigen Jahren die Prophezechungender Sorbonne bestätigten. „Sie haben, sagte er *),„aufihren Kanzeln, in Beichtstühlen und in schändlichen„ und aufrührerischen Schriften den Königsmord gerecht-„fertiget. Die Tande der menschlichen Gesellschaft sind„durch die Factionen, Bündnisse und Zwiste zerrissen, wel.„ che sie in unserm Staate veranlaßten. Seit diese elen-

-) I.oc. cic. psg. 2Zi.