Band 
Erster Band.
Seite
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zo8 Fünftes Buch.

Kaiser Maximilian sowohl, als andern deutschenFürsten und Prälaten, welche der Gesellschaft bisher gewo-gen waren, in die Hände gespi-lt. Die deutschen Je.sinken aber hatten an d in CardinalTruchscß, Otto vonAugsburg, eine kräftige Stütze, der sie über alle ihreFeinde erhub. Er schrieb an den Papst sehr nachdrücklichzum Vortheile des Ordens, und gab zu versteh», daß man«ine so heilige Gesellschaft nicht ungestraft von Ketzernverläumden lassen könne, ohne die Christenheit, und vor-züglich die römische Kirche in die augenscheinlichste Gefahrzu stürzen. Pius IV. fand diese Gründe wichtig genug,um den Verfasser obiger Schriften seines Titels und seinerEinkünfte zu berauben, und in ein Gefängniß zu werfen,worin er verschmachtete. Um auch den Eindruck zu ver-tilgen, den die Beschuldigungen des Tttularbischofes aufdie Gemüther der deutschen Fürsten machten, schrieb derPapst noch besonders an den Kaiser, an den Churfürstenvon Bai ern, an die drey geistlichen Churfürsten, und anden Cardinal Truchseß von Augsburg; erklärte alles,was den Jesuiten zu Schulden gelegr wurde, furVerläum-dungen und Kunstgriffe des Teufels, und emfahl den Or-dcn als die kräftigste Stütze der Religion ihrem besondernSchutze. Diese Briefe sammelte der Cardinal von Augs-bürg, und ließ sie zu Dillingen mir einer Vorrededrucken, die zugleich eine der schmeichelhaftesten Schutz-fchriftcn für die Gesellschaft ist.

Diesen Vorfall überlebte der General Lainez nichtlange. Er starb, nachdem er seit seiner Zurückkunft ausTrient fast immer kränkelte, dcn iy. Jenner 1565. imdrey und fünfzigsten Ja re feines Alters. Sein Tod ver-ursachce, wie Sacchin und R' b a den e ira versichern,allgemeine Betrübniß in R o m. Der Papst und die Car-dinale beweinten den Verlust eines Mannes, der mit soaußerordentlichem Elfe und Gescdickltchkeir die Rechte desheiligen Stuhles vertheidigte. Er war ein Spanier,