Band 
Erster Band.
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Zio Fünftes Buch.

nicht einmal mit der unumschränkten Herrschaft über einenso mächtigen Orden ganz befriedigt werden konnte, manch-mal so sehr überwand, daß er sich geübten "lugen bloßge-bcn mußte. Der Umstand, daß er mir scheinbarer Ver-legenheit dem Antrage der Cardinale auswich, welche ihmnach dem Tode Paul IV. die päpstliche Würde antru-gen '), beweiset nichts weniger, als die Demuth und Be-scheidenheit dieses Mannes. Es war nur ein Privarvor-schlag einiger Cardinale unter Anführung des Cardinalsvon Augsburg, der dem Jcsuitengenerale außerordent-lich günstig war. Er konnte sich wohl vorstellen, wie we-nig ein so einseitiger Vorschlag über das übrige Cardinal,kollegium vermögen würde, aus deren Mittel nach altenRechten ein Papst gewählt werden mußte. Und würde ersteh in diesem Falle durch Arroganz wohl empfohlen ha-ben? Ich glaube vielmehr, daß sein dcmülhigcs Zurück-treten, sein Schrecken, als er den Vorschlag des Carvi-nalü von Augsburg vernahm, in den Augen eines tie-fen Menschenkenners die ungezweifelten Kennzeichen einesVerlangens'seyn konnten, sich an der Spitze der Chri-stenheit zu sehn.

Daß ein Mann von diesem Charakter und von die-sen Fähigkeiten vor allen geschickt war, die Regierung ei-ncs Ordens zu führen, welcher seiner Anlage nach im Be-griffe war, sich über die ganze Welt eines allgemeinenHcrrschlingsrechtcs zu bemächtigen, davon, glaube ich, istjedermann überzeugt. Die Sorgfalt, mit welcher er al-lenthalben die Ausbreitung des Ordens mittelst Errichtungvieler Collcgjen beförderte **), war wohl sein geringstesVerdienst um denselben. Weit wichtiger noch, und vcr-

loc, c>r. — .'VunuL «Herum memorsbi.

lium 8oc. ^esu. Z/j.

»*) Ur mulcs prsecgmis in civilsridue Itslise erißerentur uol!«>sjus polisrimum o^>orL srczue lsbore ^erkecrum esc, /it./oc. ctr.