Geschichte der Jesuiten. zu
dienter machte er sich durch die Geschicklichkeit, mit welcherer dem von Jgnaze entworfenen Gebäude eine dauer-haftere Festigkeit zu verschaffen wußte. Sein Scharfsinnließ ihn allenthalben den Zeitpunkt bemerken, in welchemer aus d.m Zusammenflüsse von Umstanden und aus denLagen der Menschen, mit denen er zu thun hatte, für sei-nen Oi den immer die sicherste» Vortheile erhäschen konn-te. Seiner geübten Aufmerksamkeit entging nichts, wasihn zum Zweck führen konnte. So verzw.ifelnd die Lagenoft waren, in denen er sich mit seiner Gesellschaft befand,so trotzend und mit so vieler Geistesgegenwart wußte ersich auch allemal emporzuheben. Er hatte alle Werkzeugeder Politik in siiner Gewalt, und selten mißlang ihm einStreich, den er führte. Daß die innere Einrichtung desOrdens mittelst der bekannten Constitutionen großentheilsvon ihm herrühre, habe ich schon an einem andern Ortegezeigt. Es ist außer allem Zweifel, daß er dem Ur-Heber der Gesellschaft bey weitem an Einsichten undKlugheit überlegen war. Wenn schon unter IgnazensRegierung der Plan des Ordens sich entwickelte, so geschahLieß »«gezweifelt unter der klugen Leitung des Lainez,der ihm eine besondere Mischung von Schwärmerei) undPolitik beyzubringen wußte.
Zweytes Kapitel.
Charakter seines Nachfolgers, des Herzogs von Gandia, Franzvon Borg:«- Empörung der Niederlande wider die spani-sche Regierung.
Einer der merkwürdigsten Jesuiten, die sich damals indem Orden befanden, war Franz von Borgia. Die-ser Mann, ein Grand von Spanien, ehemaliger Vier«könig von Catalonien, und Herzog von Gandia»