Band 
Erster Band.
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Geschichte der Jesuiten.

ohnehin noch großentheils katholisch war, hatten mit derReligion keine Verwandtschaft. Man hatte sie beschuldigt,daß sie Waffen und Pulverfässer in ihrem Collegio für dieSpanier im verborgenen Hinterhalte hätten *). Die«ser Umstand war ohne Rücksicht auf die besondern Mey.nungen der Religion für Katholiken und Calvinisicn immerein wichtiger Anlaß, mit wüthendem Ungestüm ihr Colle-gium zu umringen. Man würde sie auch in Stücke zerris-sen haben, hätte das Ansehn der Magistrate und ihrerFreunde nicht beyzeiten die Wuth des Pöbels besänftigt.

Ihr widerstrebender Geist ruhcte indessen nicht; undman war endlich genöthigt, mit ernstlicher Strenge gegensie zu verfahren. Um sich der Treue und der Standhaftligkeit des Volks zu versichern, halten die Stande eine Ei-desformel entworfen, worin die Fesihallung auf dein Pa«zifikalionsakt von Gent neuerdings sancirt, und Jo«hann von Oestreich, der mit Waffengewalt sich zumRegenten aufdringen wollte, als ein Feind des Vaterlan-des geachtet wurde. Alle geistlichen und weltlichen Ständenahmen diese Eidesformel mir Bereitwilligkeit an. Nurdie Jesuiten und Franziskaner-mönche widersetzten sich mitallem Nachdrucke dieser gesetzlichen Handlung. Jene hat«tcn ihr Jnstilut und ihren Gehorsam gegen den Papst, unddiese ihre Obscrvanz zum Vorwande ihrer Widersetzlichkeit.Das Volk wurde neuerdings schwürig Man verfolgtesie in ihrem Collegio bis in die Kirche. Man drohte, siezu erwürgen. Der Aufruhr nahm nicht eher ein Ende,als bis man die Jesuiten aus ihren Häusern trieb, sie aufder Scheide einschiffte, und ihnen befahl, nie wiederAntwerpen zu betreten **).

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