z 2 8 Fünftes Buch.
bey ihm einen jesuitischen Katechismus, und ein Schreib-täfelchen, worauf verschiedene schwärmerische Gebete undVerhaltungsrcgeln verzeichnet waren. Man ersah ausalle dem, daß dieser junge Böftwicht mittelst einer blindenSchwärmerei) zur Vollführung eines so schändlichen Du-bcnstückcö verleitet worden. Sein Körper wurde in Stückezerrissen, und diese im Kastelle zu Antwerpen auf Pfählegesteckt. Im Jahre i;86. aber wurden diese Reste desVerbrechers von den Jesuiten heimlich entwendet, undvon ihnen als kostbare Reliquien in Verwahrung genom-men *).
Den mißlungenen Streich des Jaurigni vollendetezwey Jahre nachher PalthasarGerard, welcher denPrinzen zu Delft den ic>. Julius 1586. durch einen Pi.stolenschuß wirklich tödtete. Aus den Akten des Prozessesersieht man, daß dieser Meuchelmörder schon mehrere Iah-re mit dem Vorhaben umgegangen, den Prinzen zu ermor-den; daß er zu Trier einem Jesuiten in der Deichte diesVorhaben entdeckt; daß ihn dieser dafür belobt, und ihm,wenn er auch darüber ergriffen werden sollte, die Märty-rerkrone im Himmel versprochen habe. Er bekannte nochferner sowohl frcywillig als peinlich, daß.er sich auch nochMit andern drey Jesuiten und einem Darfüßermönche hier-über berathen habe, welche ihm sämmtlich ihren Segen undihren Beyfall gaben, und seiner noch besonders in ihremGebete Bedacht zu nehmen, versprachen **).
Die Absicht derjenigen, welche das Oranische Hausganz von der Regierung ausschließen wollten, war durchdiesen frevelhaften Meuchelmord bey weitem noch nicht er-reicht. Die Generalstaaten erwählten nach Wilhelms
*) VanMetere« Niederländische Geschichte. TheilI. Buch
XI- S. 428.
") Ebendaselbst e. Buch Xii. S. 474. u. f- klransr
Ijisroire äs i» Itkkormsüon üss - Las. Tom. /. /.to.
X//I- 20Z.