ZZ4 Fünftes Buch.
Zeit und der Personen eine Abänderung nothwendigmachten.
Aus allen diesen Zeugnissen erhellet, wie wenig Der.Weisungen fruchten, da die Jesuiten selbst in ihrem In-stitute so viele Hülfsmittel haben, den Obrigkeiten Wider-stand zu leisten. Alles, was sie nach ihrer Vertreibungaus den Generalitatslanden zur Förderung ihres Ordensunternahmen, ist keine Chimäre. Sie konnten sich allerdieser Kunstgriffe bedienen, ohne in der Hauptsache vondem wesentlichen Inhalte ihrer Constitutionen abzuwei-chen. Daß sie sich aber derselben wirklich bedient haben,davon ist.'nicht nur vorstehende Entdeckung, sondern dieWiederholung der Plakate 'Beweis, welche die HerrenStaaten in den Jahren 1612. 1629. 1641. 170z- 1720.und l7Zo. gegen die Jesuitensekte bekannt machten; welchesich unter verschiedenen Vorwänben und mit verschiedenenKunstgriffen zum Nachtheile der öffentlichen Ruhe wiedereinschlich *).
Viertes Kapitel.
Intrigue» der Jesuiten am portugiesischen Hofe. Sie entferne»die Königin von der Regierung. Schreiben der Königin anden General Kranz von Borgia.
^n Portugal hatten sie es nicht mit Ketzern, sondernmit der obersteil Staatsgewalt zu thun, die sie in ihreHände bekamen. Die drey Hofjesuiten Leon Heinri-guez, Michael Torez und Ludwig Gonsalvada Camera theilten unter sich mittelst der Beichtvater-stellen die Regierung eines Landes, welches sie unum-schränkt beherrschten. Der junge König Sebastian,dessen Erziehung dem Ludwig Gonsalva da Came-
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