Z 42 Fünftes Buch.
„ eignes Gewissen, so wie auch die Leute, die mich im Der.'„dachte dieses Verständnisses hatten, zu beruhigen, entfernte„ich den Pater Torrez von mir. Ich will gerne glauben,„daß er sich über die Mißhandlungen, denen ich ausgesetzt^,war, manchmal gekrankt habe : so wie auch ich gestehn„ muß, daß ich mich mit Schmerzen von einem Manne„irennke, dessen ich mich schon mehrere Jahre als eines„geistlichen Gewissensrathes bedient bade. Indessen blieb,'Gonsalva gleichwohl noch immer seinem Systeme getreu.„Weit entfernt, sich auch im geringsten zu bessern» griff er„mir seinem Despotismus nur immer weiter um sich. Je„mehr jch Anstalten machte, das Königreich zu verlassen,„je stolzer bediente er sich der Gewalt, die er über den„Staat und über den König hatte. Er stützte sich hierin,,auf den Cardinal» welchen er glauben machte, daß er„mittelst seiner Beyhülfe und des Kredites seines Bruders„ das Haupt der Regierung werden würde.
„Erfordern es die Ehre und der Dienst des Herrn,„daß dieser Jesuite und sein Bruder den König als ihren„Sklaven, und den Staat als ihr Eigenthum beherrschen?„Geziemt eS dem Geiste der Gesellschaft Jesu, sich mit so„vielem Eifer um die weltliche Regierung und mir so star.„ker Ambition um Anfthn in der Welt zu bewerben? Be«„steht darin der Geist des Ordens, daß er dieß Ansetzn auf„Kosten der Ehre und der Gewissen der Könige mißbrauche?„Daß er allen Bewohnern dieses Königreiches zum Aerger.„Nisse werde, und eine unendliche MengeDeewirrnnaenin„der Regierung verursache? Soll seine Ehre, der Nutzen,„der aus der Sorge für dasSeelenheil der Menschen ent-„springt, Und der Trost, den mein Alter und meine So»„ gen verdienen, das Opfer einer so unmäßigen Ehrsucht„werden.? Wird es ein Vortheil für die Gesellschaft seyn,„ wenn ich mich aus einem Reiche, dessen Königin ich bin,„entferne, und dasselbe der Gefahr aussetze, zu Grunde„zu gehen? Ist dem Orden daran gelegen, daß ich die