Geschichte der Jesuiten. - Z45
der Je<wten immer ein Mann von ganz besondern Ver-diensten um die Gesellschaft *).
Da dieser Theil der portugiesischen Geschichteweaen der Folgen, die aus dem Mißbrauche der königlichenGewalt unter der Herrschaft der Jesuiten entstunden, sehrmerkwürdig g worden, so lohnt es der Mühe, ihn näherzu beleuchten.
Schon die Königin giebt in ihrem Schreiben an denGeneral des Ordens einen Wink von dem Bestreben derJesuiten, sich einer unumschränkten Herrschaft über denKon g und den Staat zu bemächtigen. S-e hat diese Be.merkung mehr in Beziehung auf ihre eigene Lage, als aufdie besondern Erscheinungen wahrend dieser Epoche ge.macht. Die Privatgeschichte dieses Reiches enthält abereine Menge anderer Thatsachen, welche den ungeheurenPlan jenes jesuitischen Herrschungsgcistcs entdecken. DieErziehung, welche der junge Regent erhielt, war geradedas Mittel, die Ausführung dieses Planes zu begünstigen.Unter der Hülle einer frommen Religiosität brachten sieihm eine hohe Idee von der Heiligkeit ihres Ordens bey,um sich für immer seines Schutzes und seiner sklavischenUnterwürfigkeit unter das Interesse desselben zu versichern.Weit entfernt, auch nur Eine Regcnteniugend in ihm aus-zubilden, beflissen fle sich vielmehr, jeden Kenn derselbenzu unterdrücken **). Als er in einem fast noch kindischenAlter die Regierung antrat, wie leicht war es da seinemLehrer, sich einem Monarchen unentbehrlich zu machen, der
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