Band 
Erster Band.
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z §6 Fünftes Buch.

schon durch Grundsätze vorbereitet war, in einer beständi-gen Abhängigkeit von dem Winke desselben zu stehen!

Die erste und vornehmste Sorge der Jesuiten war,Alles vom Hofe zu entfernen, was ihnen im Wege stehenkonnte. Außer der Mühe, die sie sich gaben, die Groß-mutter des Königes und den Cardinal Jnfanten von derRegierung auszuschließen, opferten sie auch noch alle jeneMinister ihrem Ehrgeize auf, welche ihrer Einsichten oderihrer lange geleisteten Dienste wegen einigen Einfluß imStaate behaupten konnten. Sie eilten, diese wichtigenStellen im Ministen» mit ohnmächt gen Kreaturen zu be.setzen, welche von ihrem Winke und von ihrem Schutze ab-hängen mußten.

Eben so, wie sie sich des Hofes bemächtigten, erwei-terten sie auch ihre Macht über die gesamte Nation. Co-jmbra war eine der ersten Universitäten in der Welt, undhalte ein trefliches Collcgium für den Adel des Königrei-ches. Schon unter der vorigen Regierung gab sich Si-mon Rodriguez alle Mühe, diese hohe Schule seinemOrden unterwülfig zu machen. Was er nicht völlig zuStande bringen konnte, vollendete Gonsalva. Er er-schlich von dem Könige Sebastian eine Menge Diplome,wodurch die Priveligicn dieser Schule vertilgt wurden.Die alten Lehrer, welche der vorige König mit vielem Auf-wand aus allen Theilen der Welt nach Coimbra zog,wurden der Kctzcrcyen beschuldigt; und mehr brauchte esnicht, um sie zu verdrängen und den Jesuiten Platz zu ma-chen. Der gelehrte Georg Buchanan, eine Zierdeseines Zeitalters, mußte vornamlich die Ueberlegenhcit unddie Rache seiner Gegner empfinden. Er war noch glück»lieh. aus den Händen der Inquisition, wohin die Jesuitenihn liierten, nach England entfliehen zu können. DieMethode, deren sich diese bey dem Unterrichte der Jugendbedienten, w^- nach dem Urtheile des Königes Josephs*)S. das kdnMxhe Edikt vom Lr. Juriius «759 die Ver-