Band 
Erster Band.
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Geschichte der Jesuiten. A4?

sehr geschickt, die Nation in Unwissenheit zu erhalten, umsich dieselbe mit weniger Mühe unterwürfig machen zu kön-nen. Wie halten wohl Gonsalva und seine Genossenso ausschließend und mit so wenigem Widerstände den Hofund die Nation beherrschen, wie hatten sie diese Herrschaftwohl behaupten können, ohne jene so unwissend, blind,und abergläubisch zu machen, als sie es seyn mußte, umdas Joch einer schändlichen Sklaverey erträglich zu finden!Ein unglückliches Ereigniß hat im Jahre 1569 bewiesen,wie weit es die Jesuiten hierin gebracht haben. DiePest erfüllte die Straßen von Lissabon mit Leichen» undEntsetzen und Schrecken verbreiteten sich allgemein. Diesesöffentlichen Jammers bedienten sie sich als e-neS wirksamenMittels, das Volk vollends um seine natürliche Stärkeund um seinen Muth zu bringen. Anstatt die unglückli.chen, geschreckten Menschen zu ermuntern, suchten sie die.s lben vielmehr zu bereden, daß jenes allgemeine Elenddie Folge ihrer Sünden und Laster sey. Dieser Begriffvon selbstverschuldeten Leiden that die erwünschte Wir.kung. Auf eine allgemeine Niedergeschlagenheit undMutlosigkeit der Nation erfolgte bald allgemeiner Fa,nalismus, und es war diesen Heuchlern in der Folgeein Leichtes, unter dem Verwände dieses religiösen undfanatischen Irrthums das Volk zu Allein zu bereden, wasihren Absichten und Entwürfen Vortheilhaft seyn konnte *).

Gleichwohl konnten sie nicht anders als mißtrauischgegen ein Volk seyn, weiches am Ende aus VerzweiflungAlles waget. Verschiedene Verordnungen, welche um dieseZeit aus dem königlichen Staalsrath erschienen, erregtenMißvergnügen, und man bemerkte mit Erstaunen, daß dieNation seit dem Emtritte der Jesuiten in dieses Königreichum ihre Tugenden, um ihre Wissenschaften, um ihren

fassung und neue Einrichtung der Schulen in Portugal be-treffend.

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