Band 
Erster Band.
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z 4 8 Fünftes Buch.

Reichthum, um ihre Ehre und ihr Ar.fehn gebrachtworden *).Um zu verhindern, daß der König auf das Geschrey derUnterdrückten und Mißveignügten nicht aufmerksam wer-de, enlfenten sie ihn aus der Hauptstadt, und ließen ihnalle seine Provinzen durchreisen ").

Die Rcichsstände, an deren Spitze sich die KöniginGroßmutter stellte, drangen im Jahre 1562 darauf, daßsich der König an die französische Prinzessin, Margarc-tha vonValois, Schwester CarlsIX. vonFrank-reich vermahlen sollte. Dieser Umstand war den Jcsui-ten sehr gefährlich. Sie konnten allerdings befürchten,daß eine Prinzessin von so vielem Verstände und so lie-benswürdigen Eigenschaften, als Margaretha war,über den jungen König allzuviele Gewalt bekommen würde.Es mußte ihnen daran gelegen seyn, das Herz ihres Skla-ven »»getheilt in ihrer Gewalt zu haben. Sie mußten gegenjede fremde Neigung mit einer Art Eifersucht kämpfen.Das zärtliche Band einer ehelichen Verbindung würde nurallzubald die Fesseln der Knechtschaft zerrissen haben, anwelchen die Jesuiten das Opfer ihrer verratherischen Poli-tik in der Irre umherführten. Gleichwie Gonsalvadem jungen Könige schon in feiner ersten Kindheit einenunüberwindlichen Abscheu vor dem weiblichen Geschlechtebeyzubringen suchte: so verdoppelte er nun erst jetzt mitneuem Eifer seine Bemühungen, die vorgeschlagene He»,rath zu hintertreiben. Vergebens beriefen sich die Reichs-stände auf das Interesse des Staates. Die Jesuiten hat-ten ein mächtigeres Interesse, jenes ihres Ordens, zu be-fördern. D>e Intriguen, zu denen sie ihre Zuflucht nah.men, um den Bemühungen der Reichsstände entgegen zuarbeiten, würden unglaublich seyn, wenn die GeschichteHefe verratherischen Kunstgriffe nicht mit Thatsachen be-

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