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Siebentes Buch.
ner der Protestanten aus seinen Staaten verjagen würde.Allein als ein Regent, der jede Gewaltthätigkeit verab-scheute, wollte er diesen Schritt nicht wagen. Gleichwohlaber einzog irr ihnen manchen Vorrheil, den sie unter derRegierung seines Vaters erschlichen halten. Er nahmihnen einen theologischen Lchrsmhl an der Universität inWien, und ein Eeminarium, worin sie bisher die adclicheJugend erzogen. Er entfernte sie vom Hofe und von sei-ner Person, und hütete sich, sie zu Vertrauten seiner Ge-heimnisse und seiner Regieruugsangclcgenheiten zu machen.
Zweites Kapitel.
Schicksale der evangelischen Kirchc^in Oesterreich unter RudolphU. rnd seinen Nachfolgern bis auf Ferdinand U. Machtder Jesuiten am kaiserlichen Hose.
9!ach dem Tode des vortreflichen Kaisers Maximili.aus H- bekam unter der Regierung seines Sohnes, Nu-dolphs H- die protestantische Kirche eine ganz andereGestalt. Zwar hatte es anfangs das Ansetzn, als wenndie vermeintlichen Ketzer auch unter ihm sich der Wohlthateiner vernünftigen Duldung zu erfreuen haben würden.Er konnte nicht so geschwind bewogen werden, in die ge«walkthätigen Maaßregeln zu willigen, die man ihm anneth.Allein gleichwohl ist unter seiner Regierung der Grund zuden unerhörten Grausamkeiten und Verfolgungen gelegtworden , mit welchen die Protestanten nachher und ganzvorzüglich während vcr Regierung Ferdinands II. be-drängt wurden. Rudolph war zu schwach, um den un-aufhörlichen Lockungen der Römischen und spanischen Par-they nicht zu unterliegen. Von Rom aus wurde er durchschlaue Emissaricn und durch Leute, welche als kaiserlicheRäthe im Römischen Solde stunden, auf die verschiedenste