i7» Siebentes Buch.
scheu Jesuiten damals eine wichtige Rolle gespielt. DieGeheimnisse des Cabinets von St. James waren mittelstihrer Correspondenz allen Höfen verrathen, und manwußte in Rom früher, als selbst in London, die Re-sultate der geheimen Berathschlagungen *).
Wie sehr übrigens Maximilian den Jesuiten er-geben war, beweist ein noch eigenhändig geschriebenes Te-stament dieses Herzogs. „Nach meinem Absterben", heißtes darin "*), „soll sogleich ein Kourier in möglichster Eile„noch selben Tags nach Rom abgefertiget werden, den„Pater General ver Gesellschaft Jesu zu ersuchen, die„8scri5cia, so die Gesellschaft für mich aufzuopfern gt-„williget seyn möchte, bald und ehestens anzuordnen. Der„PaterAssistcnt vonDeutschland soll aber erinnert werden,„ loooo Messen, wozu er das Geld bereits in„Handen habe, ohne Verzug lesen zu lassen."
Alle gleichzeitigen Geschichtschreiber stimmen darinüberein, daß die Jesuiten unter der Regierung dieses Her-zogs außerordentliches Ansetzn erhielten. Alle obrigkeitli«chen Stellen wurden mit ihren Kreaturen besetzt. Nurihre Schüler, wovon sie die besten Köpfe zu Jesuiten mach.tcn, hakten allenthalben den Vorzug. Eine Folge vondieser Partheylichkcir war, daß der bittere Religionshaßzwischen Protestanten und Katholiken nun mit jedem Tageweiter um sich griff, und die Hoffnung eines beständigenReligionefriedens wo nicht ganz vertilgt, doch äußerst ge-schwächt wurde. Vor Erscheinung der Jesuiten hattensogar geistliche Fürsten, vornamlich die Bischöfe am
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