rsto Siebentes Buch.
zifixbildchen, welches geblutet haben soll, und ein anderesvon eben dieser Art bey den Kapuzinern zuNothgottesin Aufnahme. Die von den Jesuiten erzogenen baierschenHerzoge Philipp und Ferdinand wallfahrteten wah-rend ihres Aufenthaltes zu Mainz fast täglich zu diesenHeilanden *). Der in Baiern befindliche Ort Altenöt-ting, wohin noch bis auf den heutigen Tag dir Einge,weide jedes abgestorbenen Churfürsten gebracht werden,hat vornämlich den Jesuiten sein Aufkommen zu verdan-ken. Daselbst wird so, wie in Marien ei nsi edel, eineschwarze Mutkergottesstatüe abgöttisch verehrt. Die Je-suiten erzählen selbst, daß, als einmal ein Ordensgenosseaus einer besessenen Weibsperson sechs Teufel austrieb,und der siebente, der hartnäckigste Dämon, nicht weichenwollte, die Gottrsgebährerin leibhaft erschien, und der Be-sessenen gebot, nach Altenötting zu wallfahrten, wennsie anders vom siebenten Dämon ungeschoren bleibenwollte **). Diese unsinnige Abgötterey verbreitete sichselbst am Hofe. Herzog Wilhelmvon Baiern wallfahr,tete in Gesellschaft seines Beichtvaters, des Jesuiten M en-gin, bey der strengsten Sommerhitze, in einem Bettler-rocke""), nach Art der römischen Pilgrime, nach Dun«
expositae, mrgno p§o sccipisnclir beaekcii» rupplicrnrium,pro sccepli» ßraces exroivemium concursu celebksnlur.eoias //irr. äoc, Vers /^ovisciae <-ernranise. 7om. t.
*) Drittes Sendschreiben eines Layen über das während derJesuitenepoche ausgestreute Unkraut, §. 42. S. ri.
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