Geschichte der Jesuiten. 18z
und später eigens zu diesen, Gebrauche bestimmte Reli-quien von ihrem Ordensstlfter auf den Bauch *). Sievermehrten aber auch bald die Reliquien ihres Ordensstif«ters ins Unendliche. Sie verkauften Jgnajiuspulver,JgnajiuSwasser, Jgnaziusbildpfennige. Mit diesen geist,lichen Quacksalbereyen wollen sie unjähligen Krankheiten,Gefahren und Nöthen abgeholfen haben. Vor diesen Re-liquien sind, nach ihrem Zeugnisse, die Heuschrecken**)geflohen; brennende Wälder sind mit Jgnaziusbildpfen-ningen gelöscht***), Teufel und Gespenster vertrie-
») Der Verfasser des Sendschreibens über da» während der Je-suitenepoche ausgestreute Unkraut, beschreibt die Gestalt diesesReliquiariums folgender Gestalt: Es ist nämlich ein Psond-schwcrer in Drapd'or eingenäheter Bleykasten, woran ein et-was längeres Band dergestalt angeheftet ist, daß, wenn sol-cher au dem Hals deS Weibs hängt, er auf den Bauch zu lie-gen kömmt- In diesem Kasten befindet sich nicht» al< Bley,nebst einem in ein Papier gewickelten schwarztüchenen Läppchen,mit der Inschrift: s. — Vermuthlich wird
der betrügerische Fabrikant dieses Reliquiariums von irgendeiner Hebamme über den Nutzen einer mäßige» Leidesbeschwe»rung zur Zeit der Wehen unterrichtet worden seyn. Der Ver-fasser setzt noch hinzu, daß die Jesuiten diese» köstliche Reli»quiarium nicht in arme, sondern nur in reiche und hauptsäch,lich in adeliche Häuser, wo sie Zutritt hatten, bringen ließen.In Mainz wären noch viele Damen, die diese» Lümpcheavom Rock de« H. Jgnaz während ihrer Geburtsnöthen aufden Bauch gelegt haben.
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blaust LompoitsIIa procui inculro» inonro» aienkeai^u« rilva»inopiuarus ignia invazsrar; guibu» iils cnnsumtia, ipai jampago, acgue astoo maruri, sx prosiin^uo ikßeubu», parzuvix inst« torlio iinminebat; usc sranr in prompku »c>u»s,^uao malo kam eiciuo occurroronr. Xrroniri, ergo omnibu»