Band 
Zweyter Band.
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187
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Geschichte der Jesuiten. 187

zu macken. Wie wenig der König anfangs geneigt war,dem Papste ju willfahren, ersteht man aus den Briefenan seine oamaligcn Gesandten am päpstlichen Hofe, denCardinal d'O ssa t, den Herrn von Lupen bürg, undaus den Instruktionen, die er seinem zu Rom refldiren-den Minister, Herrn von Sillery, gab. ,»Die Jesuiten,"schrieb er dem erster» im Jahre 1598, „find noch immer„ passionirte und unternehmende Leute, welche fortfahren,„ meine Unterthanen zu verführen, und sich ihrer gewohn-ten heimlichen Schliche zu bedienen, nicht so wohl in„der Absicht, die Ketzer zu bekehren, als vielmehr in Mti-„nem Reiche festen Fuß zu behaupten, und sich auf Ko-„sten meiner Unterthanen zu bereichern und zu vergrößern."An den Herrn von Luxenburg schrieb er unterm 21.April des nämlichen Jahres; « Die Jesuiten, von Her«„zen mehr spanischen als christlichen Sinnes, und eben„ daher sehr heftig und ehrsüchtig in ihren Planen und„Entwürfen, geben sich alle Mühe, mich wieder in einen„ verderblichen Bürgerkrieg zu verwickeln. Solche Feinde,„die ins geheim wirken und ihre verderbliche Leidenschaft„zu bemänteln wissen, sind viel gefährlicher, als jene, die„uns offen und unverdeckt angreifen *)." In der In-struktion, die erSillery'n gab, heißt es unter andern:„ Er würde gerne den Absichten Sr. Heiligkeit entsprechen,„und die Jesuiten begünstigen, wenn sie anders in Zu-„ kunft sich pflichtmäßig gegen ihn und seine Unterthanen„betragen, nicht ferner unter dem Deckmantel der Reli-„gion die Ruhe des Staates stören, und sich weniger in„Weltgeschafte mischen wollten. Diese Umstände, ver-bunden mit ihrer unersättlichen Begierde, sich zu berei-„chern, und mit dem mörderischen Anschlage auf das Le-„den des Königes hätten sie so allgemein verhaßt gemacht,

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