Band 
Zweyter Band.
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Achtes Buch.

Rache oder Mißgunst, sondern noch reifen und wieder-holten Berathschlagungen habe man sie als Friedensstörrer, Jugendverführer, und Majestätsverbrecher aus deinKönigreiche verbannt. Alle Gericht. Höfe würden dem Bey-spiele des Pariser Parlemcnts gefolg-t seyn-, wen» mchtnoch einige Faktionen ihren feindseligen Haß gegen das kö-mgliche Haus fortgesetzt hatten. Schließlich sollte der Kö-nig versichert seyn, daß das Parlement nicht aus Unge-horsam, sondern aus Besorgniß, die Einregistrining dcrköniglichen Patente unterlasse» habe, weil vielleicht nochwohl eine Zeit kommen dürfte, wo man den Magistratenmit allem Rechte dcn Vorwurf machen könnte, daß sie sichallzubercitwillig zur Sanktion gedachter Patente verstan-den hätten rc."

Der König beantwortete diese Anrede mit außeror-dentlicher Güte, und dankte den Magistraten mit herzlicherRührung für die Beweise ihres sorgfältigen Eifers für dieSicherheit seiner Person und seines Königreiches. „ Ucb-rigens aber seyen die Gefahren, die mit dcr Wicderauf-nähme der Jesuiten verbunden seyn sollen, merklich über-trieben, und er setze sich gänzlich darüber hinweg. Erhabe diese Sache nicht nur Tage und Monate, sondernmehrere Jahre hindurch in reifste Ueberlegung gezogen;und hoffe, daß die Jesuiten, so strafbar sie auch einst ge,wehn seynmögen, nun doch von großem Nutzen für Frank-reich seyn werden. Was die Gefahren betreffe, die ihmdrohen sollen, so nehme er sie auf sich. Er habe mit HülfeGottes schon größere überstanden. Hierüber möchte Je-dermann ganz ruhig seyn*)."

») DeTbou war gegenwärtig, als der König dem Präst-denten diese Antwort gab. Er versichert, daß er sie mit be-sonderer Sorgfalt aufgezeichnet habe, indem die Jesuitennach Verfloß eines Jahres zu Tvurnon inVivaraiseine untergeschobene Antwort drucken ließen, worin eine Men-ge liebloser Ausfälle auf das Parlement vorkommen, au die