Band 
Zweyter Band.
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220
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Achtes Buch.

viers sagte in eben der Stunde, da Heinrich ermor»det wurde, in einer öffentlichen Spielgesllschaft: „Der„König ist verwundet worden, und er starb in dieser„Stunde." Man hat diesen Prcvot, der zween Söhneim Jesuitenorden hatte, jur gesanglichen Haft gebracht,worin er sich aber, ehe er inquirirt wurde, mit seinem Ho-senbande erdrosselte. Aus Seeland erhielt ein gewisserTarget ein Schreiben, worin ihm fünfzehn Lage vordes Königs Tode angezeigt wurde, daß man in dieser Pro-vinz fast mit jeder Sinndc Nachricht von irgend einergroßen bevorstehenden Begebenheit in Frankreich er-warte, und daß man in allen der österreichischenHerrschaft unterworfenen Gebieten Tag und Nacht Gebeteanstelle, um ein wichtiges Vorhaben zur erwünichten Aus«sührung zu bringen *). Am 12. May erhielt der Kam-merdiener der Königin ein Schreiben, worin der Tod desKömges betrauert wurde, der doch erst den May er-folgte. In Kölln am Rh ein sagten fichs die Spanierschon im Anfange des Maymonats einander ins Ohr, daßHeinrich durch Messerstiche aus der Welt gcschafl wer-den würde; lind in Ma stricht versicherte man, daß dieß,wenn es noch nicht geschehen wäre, in Kurzem geschehenmüßte**). Der Erzbischof von Em brun, Bruder deSersten königlichen Leibarztes, war gerade zu der Stunde,in welcher der König getödtet wurde, bey einigen andernPrälaten, und sprach? „Es ist unmöglich, daß dem K 6 «„ nige, so wie die Sachen jetzt beschaffen sind, nicht irgend„ein Unglück begegne; und vielleicht geschieht dieß gerade„setzt, da wir davon reden***)." Ein Priester vonDou-vay sagte in dem Augenblicke der Ermordung: Man tödteeben jetzt den größten König auf der Welt. Die Schwe-

an„,nsl Lt-Feoits ä 1610. 128,

**) assuue« ciiinine!» cle le/s lVlsjvsie. I. c. psg./Vlc. /.