Band 
Zweyter Band.
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Achtes Buch. -

diesem Falle sich rechtfertigen, eine Beruhigung finden.Wer den Geist ihrer Constitutionen, und den Gang der.Weitbegcbcnhcilen im Zusammenhange fassen mag, kannohne v cle Mühe die Triebfeder crkenwrn, die alles in Be-wegung setzten. Durch ihr Vorgeben, als Hütte der Or-den von der Ermordung des Königes keinen Vortheil zuerwarten gehabt, werfen sie nur ihren Zeitgenossen Staub^in die Äugen. Die Vortheile, die für sie daraus entstun-den, waren wirklich so unbedeutend nicht, als sie dieWelt zu bereden suchten. Ein schwaches, bigottes Weib,das sich als Regentin des erledigten Thrones bemcisterte,ei» noch unmündiger König, der unter der Zucht und Lei.tung der Jesuiten stund, eine Schaar von Niedertracht!-gen Höflingen, die kein anderes Interesse kannten, alsdie anschnstchen Ersparnisse des entleibten Monarchen mitlasterhaften Händen an sich zu reisten — welche Aussich-ten für die Jesuiten, die, um sich furchtbar zu machen,die Launen einer ehrsüchtigen und eitlen Frau, die Schwä-che eines Kindes, und das Jntriguenspiel der Minister zuihrem Vortheile zu benutze» wußten. Will man auch die-sen, gewiß nicht unbedeutenden Vortheil beyseite setzen,und annehmen, daß sie bey der Ermordung des Königesauf alle diese Umstände keine Rücksicht genommen; so kanndie Politik ihres Ordens doch immer ihr Interesse dabeygefunden haben, einen so unternehmenden Geist aus demWege zu räumen, der sein berühmtes Projekt, wider dieAbsichten des spanischen und österreichischen Hau-'ses eine große europäische Republik zu stiften, schon bey,nahe zur Reife gebracht hatte. Es konnte ihnen, und da-mals am allerwenigsten, eine gleichgültige Sache seyn,daß Heinrich mit ziemlichem Nachdrucke die Protestan-ten in Deutschland zu begünstigen anfieng.

Wir haben bereits im vorhergehenden Buche gesehen,wie planmäßig man von einer gewissen Seite her zu Werkegierig, den Nrkigionsfrieden zu brechen, und die prote-