256 Achtes Buch.
gesetzt wurde. Ich beruft mich nur auf eilt einziges s
Faktum. t
Der Tiers - Etat- der einzige Stand, der es redlich k
mit dem Könige und der Nation meyrue, sah mit tiefem ti
Kummer, wie sich die verderbliche Lehre von der Oberherr« t
schaft des Papstes auch inF rank reich immer weiter vee« a
breitete; erdachte mit Schrecken an zwey Könige zurück, die a
hintereinander durch Meuchelmörder getödtek wurden- wel-che ihreDolche in den Schulen der Jesuiten gespitzt hattcrt.Um nun von dieser Seite den Thron zu sichern, trugendie Deputirten der Stadt Paris- und des Gouvecne«nieucs von Jsle de France darauf an- baß zurHe.mmung der in Gang gebrachten verderblichen Lehre, diesich seit einigen Jahren wider die Sicherheit der Königeeingeschlichen hätte, Se, Majestät gebeten werden sollen,in der Versammlung der Gcneralständr als ein unverletz-bares Fundamentalgesetz desKönigreicl-schubliciren zu las-sen, daß der König von Frankreich ein ftuverainerMonarch sey, und seine Autorität nur von Gort habe;daß dem zufolge weder eine weltliche noch geistliche Machtberechtigt sey, ihn des Königreichs zu berauben oder seineUnterthanen von der Treue und dem Gehorsam, den sieihm schuldig sind, unter welchem Verwände dieß auch ge-schehen möchte, zu entlassen, Alle Franzosen sollen ohneAusnahme schuldig seyn, dieses Gesetz für heilig- wahrund mit Gottes Wort übereinstimmend anzunehmen- ohnealle Dinstiuktion, Dvpppelsinn oder Beschränkung. AlleDeputierte der, Generalstände, alle Benefiziaten und Ma-gistrate sollen sich zur Beobachtung dieses Gesetzes, ehe sie:ihre Benefizien und ihre Magistrat»«!, antreten, eidlichverbinden, alle Präceptoren, Regenten, Doktoren undPrediger sollen dasselbe vertheidigen. Die entgegengesetzteMeynung, so wie jene, welche die Ermordung und Ab-setzung der Souveraine und die Empörung der Untertha-nen, unter welchem Vorwande es auch seyn mag, erlaubet,