Band 
Zweyter Band.
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257
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Geschichte der Jesuiten. s;7

soll als falsch, gottlos, verabscheuungswürdig und derErrichtung der französischen Monarchie, welche unmittel.bar von Gott allein abhängt, durchaus zuwider erklärtwerden. Alle Bücher, worin diese boshafte Lehre vorge-tragen wird, sollen als aufrührerisch und verdammt, undalle Fremde, die sie vertheidigen, als Feinde der Kroneangesehen werden. Weicher Unterthan des Königs es wa-gen sollte, diese Lehre anzunehmen, soll, von welchemStande und Würde er auch seyn mag, als ein Rebelle, alsein Verletzet der Fundamentalgesctze des Königreichs, undals Verbrecher der beleidigten Majestät von erster Größebestraft werden. Wenn ein auswärtiger Geistlicher oderOrdensmann ein Werk in den Druck giebt, worin direkteoder indirekte wider dieses angenommene Fundamentalge-setz gefehlt würde, so sollen die Geistlichen und Religiösendes nämlichen Ordens verpflichtet seyn, die Schrift ihresMitbruders ohne allen Verzug zu widerlegen; widrigen-falls sie als Begünstiger der Staatsfeinde bestraft werdenmüßten. Schließlich soll dieses Gesetz allen souverainenGerichtshöfen und subalternen Tribunalien zur pünktlichen XVollziehung bekannt gemacht werden *).

Dieses Gesetz war nicht nach dem Geschmacke der Je-ftriten. Sie sahen gar wohl die Folgen davon ein. DieBeobachtung desselben hätte ihnen die mit so vieler Müheerrungenen Früchte ihrer strafbaren Moral entrissen. Eswar ihnen also aüermeistens daran gelegen, sich und ihreLehre in Sicherheit zu setzen. Sie bestürmten die Cardi-näle und den päpstlichen Nuntius, denen es nicht gleich,gültig seyn konnte, ein ihrem Pnvatinteresse nachkheiligesRecht aufkommen zu lassen. Die übrigen Deputirten derKlerisey waren Mönche, Ignoranten, abergläubische undblöde Köpfe. Die einsichtsvollsten und fähigsten hatte ihr

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Tesch.d.Jes. II. Bd, 17