2 ;8 Achtes Buch.
Ehrgeiz zu Sklaven des römischen Hofes gemacht"). Mankann also leichr denken, daß die Jesuiten die ganze Kleriseyauf ihrer Seite haben mußten, und daß dieser Stand alleKräfte werde aufgeboten haben, den Streichen auszuwei-chen, womit das Dekret des Bürgerstandes die römischeHierarchie und ihren Anhang bedrohte. „Alles ist verlo-„ren," schrien die Bigotten, als ihnen der Inhalt diesesDekretes zu Ohren kam; „ Es haben sich in unsere Ver-„sammlung Bösewichter und Ketzer eingedrungen, welche„sich verschworen haben, die Religion zu Grunde„ zu richten **). Welcher Frevel!" So sprachen einigehitzige Köpfe in dem Bureau der Geistlichkeit. „Unter„dem schimmernden Vorwande, die Autorität des KönigeS„zu handhaben, und für die Erhaltung seines geheiligten„Lebens zu sorgen, laßt man ungestraft von bösartigen„und hinterlistigen Geistern Dekrete entwerfen, welche„ offenbar dahin zielen, eine Spaltung zu verursachen, die„ Katholiken zu trennen, und das gute Verständniß, wor«„rin feine Majestät mit dem heiligen römischen Stuhle„stehen, aufzuheben. Ihr Dekret, (fuhren sie fort) ist„sehe geschickt, zwischen Frankreich und andern Län«„dern ein Schisma zu veranlassen. Wie kann man es„wagen, aus einer Kontroverse, die annoch proble,„matisch ist, eine Glaubenslehre zu machen? Sollen„wir ein Dogma als ketzerisch verdammen, welches in„Rom und anderwärts allgemein als orthodox an-„erkannt wird? Sehr listig hat der Bürgerstand, um„einfältigen Leuten Sand in die Augen zu streuen, eine, „Meynung, die der Sicherheit der Souveraine nachthei-
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