Band 
Zweyter Band.
Seite
267
JPEG-Download
 

Geschichte der Jesuiten. 267

was am Hofe vorfiel, und insonderheit von der Predigtdes königlichen Beichtvaters Arnoux Nachricht erhiel-ten, eilten sie in einem Schreiben an den König, ihre Re-ligion und ihr Verfahren zu rechtfertigen. „ Unter An-führung des verstorbenen Königs, und zu seiner Verthei-digung," sagten sie in diesem Schreiben *), „haben die„Reformirten Schlachten gewonnen. Mit Lebensgefahr„und mit Hintansetzung unsers Eigenthums haben wir ihn,»mitten durch die Feinde an der Spitze unsrer Schweriner„ auf den Thron erhoben. Allein von so vielen Arbeiten„ und Gefahren genießen nun andere, als wir, die Früchte."Nach so einem Eingänge zergliederten sie die Hauptlehren ih-rer Kirche, und zeigten, daß die Reformirten von den Päpstenund der katholischen Klerisey, vornämlich des Grundes we-gen gehaßt würden, weil es ein Hauptfundament der refor-mirten Religion sey, die Unabhängigkeit und Würde der kö-niglichen Krone gegen die gewaltsamen Angriffe und Usurpa-tionen der römischen Päpste zu vertheidigen. „Wir hoffen",fuhren sie fort, „daß Gott Ihnen wohl hierüber die Au-„gen öffnen werde. Ew. Majestät werden einst wahrneh-„wen, daß der Papst, unter dem glänzenden Titel der„ römischen Kirche, nach einer allgemeinen Monarchie auf„ Erden strebe. Schon hat er den dritten Theil Ihres Kö-„nigreiches unter seiner Herrschaft, und mehr als den„fünften Ihrer Unterthanen dem Gehorsame, den sie Ih-„nen schuldig sind, entzogen. Die Geistlichen unterwer-„fen sich nicht mehr Ihrer Gerichtsbarkeit, und wollen kei-„nen andern Souverain, als den Papst erkennen. Er-lauben Sie, Sire! dasjenige noch beyzufügen, was der„päpstliche Hof lehrt, und zu unserer Zeit auch praktisch„ausgeübt hat; nämlich, daß man in gewissen Fallen„Königen Leben und Krone rauben könne. Es braucht„nur noch einen Schritt, weiter zu gehen, und erwirb

Oskenre ds Is Loiiisssiou des Lßlizs« rekormes da ?r»nca»»»»« 1», »«cussüoo» du Li«u, tasuus.