Geschichte der Jesuiten. iz;
decke»/ und in tiefster Demuth zu warne»; ansonst billigst wiri» eigener Sache als stumme Hunde möchten angesehenwerden."
Sollten wir, nebst so vielen andern erleuchteten Män-nern, aus einer Verblendung und Unwissenheit übel gedachtoder gerichtet haben; sey es: Wir sind erbvtig unsere fehlendeDenkungsart zu verbessern. Damit wir aber dessen in Ver-sicherung gesetzt werden, ergeht unsere einzige unterthäuigsteBitte an Ewr. Kurf. Durchlaucht dahin, Hochsidieselbe wol-len, in einer so wichtigen, die Grundsätze der ganze» Religionbetreffenden Sache, die gnädigste Verfügung dahin ordnen,daß auf Universitäten (wie Wien, Paris, Straöburg,aus welchen ohnehin die Evjesuitcn schon vor der Aufhebungdes Ordens, wegen oben angezogener Stellen, als höchst ver-dächtig verbannt waren) das ganze philosophische und theolo-gische Stattlerische Lehrgebäude, so wohl was im Druckerschienen, als was er noch, auS seinen inhabendcn, bereitsverworfenen Schriften, den Schülern von der Kanzel erklärt,aufs neue ohne Vorurtheil untersucht, uud darüber die Mei-nung solcher hohe» Schulen abgefaßt werde. Wir wünschenunserm Milbruder, als wahre Christen, daß er (so er immerin was Lehrsätzen fehlig) mit dem großen heil. Augusti»endlich bekenne: secluctus iiisnikhilosoplna, volui numsn»rsriouo intelligore, gnoä pis inens vrvscitste licler iiikltursz,xreli snäero. Allen künftig vorkommenden Irrungen undSpaltungen aber vorzubeugen, können wir nicht umgehen,unsere Meinung Ewr. Kurf. Durchlaucht zu eröffnen, daßnämlich kein kräftigeres Mittel wäre, als die Bestellungzwey Professoren in Dogmaticis, wie es vorhin und allerOrten gebräuchlich. Die Erhaltung wahrer Religionslehrewird hoffentlich mehr ausmachen, als die Ersparung etlicherhundert Gulden; mrd wer weiß, ob auch nicht diese Be-schwerde sich ganz leicht mildern lasse."
„Indessen leben wir in der zuversichtlichen Hoffnung,Ewr. Kurf. Durchlaucht, unser gnädigster Herr, werde unsern