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Jesuiten ein Aergerniß, daß die Vorsteher, Blaarer undKarl, alles Ernstes sich bestrebten, die hingen Priester auf-zuklaren, nützlichere Bücher zu empfehlen, und die laxe Mo-ral ihrer Gesellschaft zu verbannen. So lange MariaTheresia lebte, durfte man es nicht wagen, hierüber lautzu klagen. Allein nach ihrem Tode brach man das Still-schweigen. Man vermuthete, Joseph II. würde sich we-niger, als seine erhabene Mutter, in geistliche Disziplinar-sachen mischen. Der Kardinalerzbischof von Wien schriebsogar an verschiedene Erz- und Bischöfe der K. K. Staaten,daß, wenn irgendwo in ihren Diözesen, unter der vorigenRegierung, Neuerungen in der Lehre entstanden seyen,sie nun keck sich dawider setzen sollten, indem er sie aufskräftigste in ihren Unternehmungen jederzeit unterstützenwolle. Eine solche Aufforderung kam gerade zu rechter Zeit.Die hohe Geistlichkeit zu Ollmütz glaubte Ursache zu ha-ben, sich für Beeinträchtigungen, die ihr unter der vorigenRegierung geschahen, rächen zu dürfen. Die Jesuiten,welche meistens bischöfliche Rathe waren, entwarfen den.Plan, und ein Ollmützer Domherr und Archidiakon, GrafVetter, ließ sich bereden, denselben auszuführen.
Man hatte nichts Geringeres vor, als die bisherigenVorsteher des Priesierhauscs zu entfernen, nm den JesuitenPlatz zu machen. Zu dem Ende verfügte sich Graf Vetterin dasselbe, und suchte die junge» Leute, im Namen desErzbischofs, zu bereden, daß ihre Vorsteher Verführer unddergl. seyen. Allein jene glaubten dem Domherrn nicht s»geradehin auf das Wort, und erklärten sich in Ausdrückengegen ihn, die ihn verlegen und verwirrt machten. Es waralso nöthig, sich einer andern List zu bedienen. Er berief ei-nige Alumnen in seine Wohnung, befragte sie in Gegenwarteines Dominikanermönchs, P. Damian Czerny, überverschiedene Lehrpunkte und Bücher. Ein erzbischöflichcrSekretair führte über Fragen und Antworten ein Protokoll.Die Alumnen weigerten sich, dasselbe, weil es in Hauptsachen