Band 
Vierter Bnad.
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149
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Geschichte der Jesuiten. 149

Beyde waren den Jesuiten gewogen, und beyde haßten einephilosophische Moral, die anders als Busenbaums Me-dulla beschaffen ist. Die Satze, welche Wiehrl verthei-digte, waren folgende: »Selbstliebe ist der einzigeursprüngliche Grundtrieb deö Menschen. Er-halte dein Leben, und alles das, was zu dei-ner Natur und zur Vollkommenheit derselbengehört, ist die Grund Pflicht, welche die Ver-nunft einem jeden Mensche» gegen sich selbstvorschreibt. Selbstmord kann in keinem Fallezur pflichtmäßigen Handlung werden. Zeit-liche Güter verachten, wenn man sie rechtmä-ßiger Weise haben kann, sie verschwenden,wenn man sie besitzt, ist allemal pflichtwidrig«. s. f." Diese Satze wurden in der Censur der HeidelbergerTheologen als ksls», injurios» , mal« -onsntis, er piorumotlen-iva, juri nskurss er verbc» Del contrsris, basre-insspientis , .er äoctririss dsersljcas ksventis gecigenfchaftcr.Die Fakultät zu Strasburg nannte sie falsche, irrige,übelklingende, frommen Ohren anstößige, ärgerliche, dieMoral umwerfende, dem Worte Gottes entgegengesetzte, derKetzerey höchstverwandte, ketzerische, und die Gottlosigkeitbegünstigende Satze '*). Ganz anders urtheilten die Fakul-täten auf-er Universität zu Freyburg im Breisgau.Sie sagten, daß in den bemeldete» Lehrsätzen nichts widerdie katholische Religion und die guten Sitten Anstößiges ent-halten, und ihr ganzer Inhalt vollkommen mit demjenigenübereinstimmend sey, was in der praktischen Philosophie undPhilosophischen Sitteulehre auf den Oestreichischen Universitä-ten und Lyceen öffentlich gelehrt werde. „ Wie haben doch,"drückt sich die philosophische Fakultät am Ende ihres Gntach-

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