Band 
Vierter Bnad.
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i;o Sechzehntes Buch. >

tens auö, «diese Lehrsätze, die in aller Rücksicht unschuldig,und ein tröstlicher Beweis sind, daß auch in den katho-lischen Landen der Markgrafschaft Baden einegesunde, nützliche Philosophie blühe, wie habensie jedoch können angefochten und verdächtig gemacht werden?So sehr dieses zu mißbilligen ist; eben so sehr ist aus Liebezur Wahrheit und zum Besten der Unschuld zu wünschen, daßder Vcrfasicr oft gemeldeter Lehrsätze kräftig möchte unter-stützt werdcy."

Diese Derketzerungsgeschicbte zu einer Zeit, wo man al-lenthalben anfing, die Autoritäten der Jcsuitenmoralisten ausden Schulen zu verbannen, die unbefugten Eingriffe der bi-schöflich Speierschen Regierung in die Gerechtsame dermarkgräflich Badischen, welche alles Widerspruchs unge-achtet sich einen allgemein geschätzten Schulmann entreißenlassen mußte, und die so auffallende Verschiedenheit der Den-kungsarten katholischer Universitäten über praktische Lehrpunkteder Moral erregte allgemeines Ausseht,; und man hat mitRecht Auftritte dieser Art den Jesuiten zu Schulden gelegt,welche alles Mögliche versuchen wollten, um eine Philosophiezu verdrängen, die ihre Busen bäume in Vergessenheit,und die Menschen so leicht zur Ueberzeugung bringen konnte,daß ihr Glück nicht von blinden Autoritäten, sondern von ei-ner deutlichen Kenntniß der Verhältnisse, in welchen sie alsGeschöpfe zu dem Schöpfer, und als Bürger gegen den Staatstehen, und von der Kenntniß lcncr Pflichten abhänge, dieaus diesen Verhältnissen für jedes Glied ihrer Gesellschaftentspringen.