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Geschichte der Jesuiten.
wahres Recht erhalten haben; da im entgegengesetzten Fallealle diese würdige Männer, mit größter Unehre, undgegen alle Beyspiele in einem wohlgeordnetenStaate, verstoße», ihrer Würde und ihres Amtes entsetztund zum Müßiggänge verdammt würden, in ihrer Stelleaber tumultuarisch, und aus dringender Nothvon den Prälaten gewählte, grösttentheils nn-bereitete, oft ganz und gar unfähige, und beyaller Fähigkeit ungeübte, mit keinem öffent-lichen Kredit versehene, und nach dem Geisteihres Ordens unberufene Relgissen, einträten, dasallerwichtigste Amt der Erziehung und Bil-dung der Jugend, auf ihre ungewohnte Schul-tern zu nehmen "
„XII. Der Wcltpriesterstand, welcher gemäß der Kir-chenhierarchie, die Scelsorge und das damit verknüpfte Lehr-amt, nach Ordnung der göttlichen Einsetzung, ganz alleinzu versehen hat, wird durch den Pollingischcu Plan von
*) Statt! er sagt hier allerdings, Wahrheiten,. Aber wie kanner daraus verfallen, zu behaupte», daß die Religiösen nachdem Geiste ihres Ordens unberufen seyen, die Jugend zu un-terrichte»; Freylich sind die Institute der verschiedenenMönchsorden in ganz ander» Absichten gestiftet und von demRömischen Stuhle gutgeheißen worden. Aber warum sollten,zumal heut zu Lage, wo jene Ursachen, wegen welcher Möncheentstunden, nicht mehr vorhanden find, diese so geradehin,bloß, weil der Geist ihres Instituts ihnen keine» Beruf dazugiebt, von allem Antheile au der öffentlichen Erziehung aus-geschlossen werden? Wanim wollen denn nur einzig die Jesui-ten, welche zu Folge ihres Instituts Anfangs nur Ungläubigebekehren sollten, auSschließungSwcise Erzieher des Menschen-geschlechts sey,, ; Wer ohne alle Parrheylichkeit nur bloß daSBeste der Menschheit vor Augen hat, sieht wohl von selbstein, daß eben so wenig dem MüiichSstande als den Jesuitendas Recht, Mensche» zu erziehe», ausschließend zukvn»»c»könne.