Band 
Vierter Bnad.
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i;8 Sechzehntes Buch.

aller Tbeilnehnumg an den Wissenschaften ausgeschlossen.Wie beträchtlich ist dieser Nachtheil, wie schädlich derKirche! Wie werden Mönche, deren Institut nur Einsam-keit und Pflege eigener Vollkommenheit empfiehlt, brauchbare'Seelsorger erziehen? Wer wird gebe», was er selbst nichthat«)?"

„Xlll. Vielmehr werden die Mönche und Ordens-leure, die jetzt in die offene Welt heraustreten, inFreyheit und nach eigener Willkühr, unter tausend Zer-streuungen, entblöst von allen ihrem Instituts religiös«eigenthümliche» Hülfsmitteln zur eigenen Vervollkomm-nung, wie Wcltleute vollends vereiteln. Schon ehesie Professuren antreten, werden sie mehr auf Lebens-freyheit, als auf religiöse» Wandel bedacht seyn. Undwenn sie von den Professuren in ihr Kloster allenfalls zu-rückberufen würden, dann wird ihnen das Klosterleben sowenig mehr behagen, als sie mit der Klosterzucht zufrie-den seyn werden. Folglich wird mit dem Verfalle des

*) Ganz offenbar wurde durch den Plan dcS AbtS von Pöklin-gen der Wclkpriesterstand verkürzt. Aber haben denn auch dieJesuiten diese» Stand, der, gemäß der Kirchenhierarchie, dieSeelsorge, und das damit verbundene Lehramt, nach Ordnungder göttlichen Einsetzung, ganz allein versehen svllke, stets nachWürde und Recht geachtet? Oder ist nicht vielmehr daS An,sehen desselben in dein Maße gesunken, in welchem jenes derJesuiten stieg? Wenn überhaupt keine einzige Würde in derhierarchischen Ordnung der Kirche ist, die nicht durch die auS,schweisende» Privileg» » der Gesellschaft Jesu erniedrigt wurde,und wenn selbst Römische Päpste von Seiten dieses so stolzenund mächtigen Ordens Widersprüche und Ungehorsam erfahrenmußten; wie kann da wohl für die Ehre, für die Würde undfür den Beruf deü WeltpriestcrstandeS gesorgt fern, wenn Jesui-ten wieder sey» dürfen, was sie waren? AIS StattIer dieseStelle niederschrieb, muß er ganz vergessen habcy, daß er Jesuilcgewesen sey.