Geschichte der Jesuiten. i;g
Weltpriesterstandes auch der gänzliche Zerfall des Klosterstan-des erfolgen *)."
„ XlV. Endlich ist es der Gerechtigkeit vollkommen ge-mäß, daß die Klöster in Baiern zum Schulfond den obenangesetzte» Beytrag machen. Denn es ist eine, so wohl auSihren eigenen Klvsterdvkumenten (deren viele selbst in denlVlooumLiiti« kciici« zu finden), als aus dem vanLspknäuriz eoolso. k, II. tit. XXlll. V- »nd 'Uroius-ainl 6« äiscizilins vsterio st novse Ilccleslse. ?. III.Did. I. L»x. VIII — XII. gewisse und nnwidersprechlicheThatsache, daß die Mönchsklöster ihren Reichthum größtcn-theils durch jene Zehenren erhalten baden, welche nach demgöttlichen Rechte ganz allein, nrulo curss sulmorum «cxudlivi cnltuü äivini, von dem christlichen Volke ihren Bi-schöfen und Pfarrern müssen abgegeben werden. Diese Achen-ten habe» Anfangs die Regenten und der Adel, jore Isuclültoder xrsLsria, von der Kirche zum Genuß, rsngosm hon»Lcclssis« snperilus, empfangen; und hernach, entwederbeym Absterbe» ihrer Familien, oder wenn ste für ihre Sün-den besondere Buße thun wollten, den Klöstern verinacht,statt selbe den Bischöfen und Pfarrern zurückznstellen. Diese
*) Stattlcr ficht Gefahren, wo keine find. Denn was würdewohl Kirche und Staat dadurch verlieren, wenn OrdenSgeist-liche, in dem Umgänge mit der Welk Geschmack an den fernernSitten derselben bekämen; wenn sie ihre Wissenschaften höher,als die aoe-Llle ohsälennLm und das geisrrödiende Chsrsingcn,tu schätzen anfingen, und wenn sie endlich mehr aus Lebensfrev-heil (eine Sache, die dem Lehrer nicbl zu mißgönnen ist), alsauf religiösen Klvsterwandcl bedacht wären? Und wäre denn so-gleich der ganze Klvsterstaiid zerfallen, wenn hier und da ein ein-zelner Religiöse, der mehrere Jahre als Schulmann in der Weltgedient hat, in derselben zurückbliebe, und sich etwa von seinen»Diöeesanbischvfe sakularisireii ließ? Und ist denn auch der Älo-sterstand ein so ganz uiieinbehrlichcr, höchst nöthiger Stand?Kaiser Joseph II. war vorn Gegentheile überzeugt.