Band 
Vierter Bnad.
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I?o Sechzehntes Buch.

Unschickliche einer solchen schülerhaften Behandlung immerauffallender und unerträglicher.

Die herrschende Idee, welche WeiShaupt von denerhabenen Zwecken seines Ordens hatte, nämlich durch diefeinsten und sichersten Mittel der Tugend und Weisheit inder Welt über Dummheit und Bosheit den Sieg zu verschaf-fen, die wichtigsten Entdeckungen in allen Fächern der Wis-senschaften zu machen, die Glieder desselben zu cdeln, großenMenschen zu bilden, und diesen dann den gewissen Preis ih-rer Vervollkommnung auch in dieser Welt schon zuzusichern;sie gegen Verfolgungen, Schicksale und Unrerdrückungcn zuschützen, und dem DeSpotiSmus aller Art die Hände zu bin-den — eine solche Idee wirkte mächtig auf edle Menschen;und daher läßt es sich erklären, warum sich in kurzer Zeit derOrden in ganz Deutschland verbreitete, und warum seineGlieder, im Durchschnitte genommen, meistens die schätzbar-sten Männer unsers Jahrhunderts waren; Männer, derenNamen man nur nennen dürfte, um zu beweise», daß cS nieAbsicht seyn konnte, Bubenstücke auszuführen; Männer, vondenen es voraus zu sehen war, daß sie sich nicht würden miß-brauchen, noch im Dunkeln führen lassen, und die man,wenn auch die Obern schändliche Absichten gehabt hatten, ineine» gefährlichen Plan zu ziehen zuverlässig nicht gewagthaben würde ^).

Indessen brachte eben dieser Umstand den Stifter desOrdens in große Verlegenheit. Noch hatte derselbe kein fe-stes System, noch eristirte der ganze Plan nur in der Phan-tasie ; noch waren nur einzelne Bruchstücke vorhanden, anSdenen erst mit der Zeit, nach langen und wiederholten Er-fahrungen, ein Ganzes gebildet werden konnte. Zwar warendie ersten Grade Meisterstücke des Scharfsinnes und der

*) Phils'S endliche Erklärung und Antwort aus verschiedene An-forderungen und Fragen, die an ihn ergangen, seine Verbin-dung mit dem Orden der Aunimatcn betreffend. S. 4'.