Band 
Vierter Bnad.
Seite
184
JPEG-Download
 

i 84 Sechzehntes Buch.

besucht. Sie wurden beschuldigt, dort Loge gehalten, und ^al

auf der Rückreise zu Abendsberg am Quatembermittwoche Et

Fleisch gegessen zu haben. Fischer wurde nebstdem dar,

über noch angeklagt, daß er in einem öffentlichen Gasthofe M

vor mehrern Personen wider die Anrufung der Heiligen, wi- Eck

der die Ohrenbeichte und Kirchenfasten gesprochen habe. Er

wurde also zu Folge eines Geheimenrathsrescripts über ^

obige Beschuldigungen eidlich vernommen, und, ob sich

gleich von allen Anklagen das Gegentheil erwies, doch seines

Charakters und seines Richteramts entsetzt. Frauenberg

war noch Akademiker, und als man in Ansehung des Jllu-

in inatis m n s kein Verbrechen ihm aufbürden konnte, so ^

fragte man seinen Kostherrn, ob Frauenberg nicht etwa

an Fasttagen Fleisch speise, was er für Reden führe, wie er

sich »n Ganzen betrage, ob man nie etwas Verdächtiges an *nch

ihm bemerkt habe, und ob er an Sonn- und Fcyertagcn in

die Messe gebe? Ob nun gleich alle diese Fragen auf eine *l'st<

solche Art beantwortet wurde», daß auf Frauenberg auch

nicht einmal der Schatten irgend eines Vergehens zurückfiel,

so wurde er doch von der Universität fortgeschafft. Das 2Lei

gleiche Schicksal traf auch den Frepherrn von Barte ls; 3» e

und als bcpoe darauf Jngolftadt verließen, und von ihren ""A

Freunden) unter denen steh der Freyherr von Reisach,

zwey Freyherren von Schleich und der Freyherr von ^m

Aretin befanden, eine Strecke weit zu Pferde begleitet

wurden, erfolgte wenige Tage darauf aus München der ^rl

Befehl, daß auch diese Akademiker, welche Frauenberg ^iin

und Bartels begleitet härten, alsogleich von der Universität ^be

weggeschafft werden sollen. , Eins

ande

Der Bibliothekar Drerel konnte als Jlluminate keines buch

Verbrechens überwiesen werden. Man beschuldigte ihn also l Ehrs

des Deismus, weil er in das Stammbuch des jungen Frey- ^me

Herrn von Vcrchem eine Stelle aus Zollikofers Pre-digten über die Würde des Menschen geschrieben ^'e„i