Band 
Vierter Bnad.
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Geschichte der Jesuiten. 209

auch sogar wider die natürlichen Gesetze versündigt. Seitdem auf Erde geschehenen Gottesmord sey keine so ungerechte,allen göttlichen und menschlichen Gesetzen widersprechendeThal geschehen, als die Aufhebung des Jesuitenordens*).Sie sey durch einen ungerechten Haß erzeugt, von einer un-gerechten Mißgunst verlangt, und von einer ungerechten Ka-bale ausgeführt werde». Aus diesem Grunde sey dieSache der Jesuiten die Sache der Kirche, und der Schade»,den die Gesellschaft gelitten, habe auch die Kirche getroffen.Durch den Streich, mit welchem die Jesuiten durch eluengoltesschanderischen Mißbrauch einer chimärischen Macht ge-schlagen wurden, sey auch die Kirche verwundet worden, undder Schade, der daraus entstanden sey, lasse sich nicht andersheilen,' als durch eine fcyerliche Widerrufung des Klemen-ti nischen Vrcve, und durch eine förmliche Wiederherstel-lung der Gesellschaft Jesu in ihren vorigen Anstand. Zuletztschmeichelt er dem Papste, und versichert das Ver-

langen Sr. Heiligkeit, die Jesuiten wieder herzustellen, eineder ganzen Kirche Christi sehr wohlbekannte Sache sey.

Der Spanische Gesandte am Hofe zu Rom, Her-zog Grimaldi, säumte nicht, seinem Monarchen von einerSchrift Nachricht zu geben, welche mit vermessener Schmäh-st, cht die Ehre seines Ministeriums angriff. Au gleicher Zeitüberreichte er dem Papste ein Memorial, drang auf die Be-strafung des Verfassers und Verlegers, und verlangte zur.Genugthuung eine förmliche Verdammung dieser Schi,tzschi ist.Piuö VI. konnte, da er darin als ein Begünstiger der Je-suiten geschildert wird, sich nicht der Gefahr aussetzen, sichden Bonrbvni scher, Höfen in Ansehung seiner Aufrich-tigkeit verdächtig zu machen. Auch mußte ihn, die Ehre desapostolischen Stuhles, welche durch die Frechheit der Jesuiten

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