Geschichte der Jesuiten. 2zr
eine Nation, die nicht zur Sklaverey geschaffen war, nochfester an die Fesseln des Despotismus zu ketten. Und ist esdann ein Wunder, daß diese ihr Blut aufopferte, und daßihr Patriotismus, gestärkt durch die Religion, allen Gefah-ren trotzte, um den alten Glauben und ihre Konstitutionzu rächen? Nur Gott allein sey Ehre dafür!(Der verwegene Heuchler!) Der Erfolg entsprach ibrc»edeln Bemühungen. Ihre Ketten sind zerbrochen, ihr Jochist abgeschüttelt., , und sie ist wieder in ihre ursprüngliche Ge-rechtsame eingesetzt."
„Ueberhäuft von der Menge der Verletzungen, auf de-ren Widcrrusimg ihr in enern berühmte» Vorstellungen vornJahr 1787 mit so vielem Nachdrucke dränget, konntet ihrdamals nicht alle Arten von Eingriffen in die Rechte derNation umfassen. Vielleicht war es auch damals noch nichtau der Zeit. Außerdem wäret ihr zu sehr mit gegenwärtigenUebeln beschäftigt, um bis auf die ersten Streiche zurück zugehen, mit welchen die Freyheit, das Eigenthum und dieSicherheit der Bürger betroffen wurde. Erlaubt mir, gebie-tende Herren! euch daran zu erinnern. Solche Striche (ichwürde es nicht wagen, so etwas zu sagen, wenn, zum Aer-gerniß der herrschende» Gottlosigkeit dieses Jahrhunderts,Religion und Wahrheit, als deren so eifrige Verfechter ihreuch bewiesen, bey euch jenen Zufluchtsort nicht gefundenhätten, der ihnen anderorts allenthalben verweigert wurde),solche Streiche sind die gesetzlosen, willkührlichen, unmensch-lichen und barbarischen Handlungen, die man sich gegen dieJesuiten, eure Mitbürger, und Ärüder, erlaubte. Könntihr bey ihrer so unverdienten Vernichtung unempfindlichseyn? Und jetzt, da ihr auf den Ruinen des Tempels derGesetze sitzt, und im Begriffe steht, ihn wieder aufzubauen.
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