Band 
Vierter Bnad.
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2§s Sechs,zehntes Buch.

wollet und könnet ihr nur zur Hälfte das Gebäudevollenden?"

„Ob mir gleich mein Rang und mein Alter in der Ma-gistralur ein Ansehen gebe», so betrachte ich mich hier dochmir bloß als isolirteö Individuum. Ich bin nur mit Ver-nunft, Religion, Billigkeit und mit mir'selbst zu Rathe ge-gangen; und ich fürchte nicht, von denjenigen, welche Em-pfindung und Tugend besitzen, getadelt zu werden. Diese«»glücklichen, eines bessern Schicksals würdigen Ordens-leute, könnte» zwar, da sie in Wissenschaften und schönenKünsten wohl gebildet sind, ihre Sache mit weit mehr Bered-samkeit, als ich, vertheidigen. Allein ihr Mißgeschick ist sobeschaffen, daß man ihnen vielleicht ein Verbrechen darausmachen würde, obgleich eine angemessene Vertheidigung sieberechtigte, sich wieder um ihren Stand zn bewerbe», wel-chen sie rechtmäßig besessen hatten, daraus aber ungerechtverstoßen und mit einem Schleyer von Schmach und Be-schimpfung verhüllt wurden, welchen öffentlich aufzuhebennoch Niemand den Muth hatte, während die ganze Welt ihnheimlich zerreißt. Ich wage dieses, ich nenne mich, hierist mein Name. — Sollte dieser Schritt mißfallen, so lasseman mich allein das Opfer seyn, und man verschone dieJesuiten, welche mir keinen Auftrag gegeben haben, in ihremAlaine» zu sprechen, und denen auch sogar mein gegenwärti-ger Schritt unbekannt ist. Ich werde kurz, frcymüthig,offenherzig seyn, ohne es an Wohlanständigkeit, an Ehrer-bietung und Respekt mangeln zu lassen. Ich will nur Sätzezu Grunde legen, aus denen die unvermeidlichen frappante»Mid alles niederwerfenden Schlußfolgerungen sich herleitenmüsse». Die rasende Kctzerey, welche ohne diese glück-liche Revolution, unter dem Schutze einer allzu sanf-ten Toleranz ^), ihr Reich der Finsternisse aufgeschlagen

*) Der Konster von Brab ant nennt in der hierzu gemachten Note

die Lvleranzedikle des Kaisers arglistige Gesetze (Ooix insillieu-

«««). Gott bewahre alle Sterbliche vor solchen StaatSkanzlern!