Band 
Vierter Bnad.
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Sechzehntes Buch.

nur allein ihre Wiederherstellung; er empfindet auch, daßer verpflichtet sey, den Schaden zu ersetzen, den seine Vor-führer verursacht, und er wünscht, Mittel dazu zu finden.Mit welcher Begierde würde er sie ergreifen! Aber derZwang, in welchem er sich befindet, ist so groß, daß er dasUebel vor seinen Augen sieht, ohne einen Widerstand leistenoder auch nur wagen zu könne». Wenn er weiter nichts alsnur weltlicher Fürst wäre, so würde er als Meister unabhän-gig von ander» Fürsten handeln, welche in Ansehung ihreriuncrn Staalöwirthschaft keinen fremden Machten Rechen-schaft schuldig sind; allein er ist Papst, und die Eigenschafteines gemeinsame» Vaters der Gläubigen, welche ihmdie allerunbeschranktcste Macht versichernsollte, beugt ihn heut zu Tage wehr als jemals unterden Willen und die Kapricen der Höfe. Er istsehr genau von den Uebeln unterrichtet, welche ausder Aufhebung der Jesuiten erfolgten. So viele Rc?ligiose» ihres Standes beraubt; so viele Diener des Evan-geliums zu einer Zeit, in welcher es den Bischöfen an Arbei-tern fehlt, unnütz gemacht; der Jansenismus triumphwendund ganz Deutschland ansteckend; die Ruchlosigkeit, alseine Folge desselben, in Frankreich herrschend, und die-ses schöne Königreich verwüstend; die Rechte der Kirche, inden Rechten der Jesuiten verletzt; die Religion durch ganzEuropa in ihren Grundfesten erschüttert; bey den Abtrün-nigen, Heiden und Wilden die Missionen zu Grunde gerich-tet; die Erziehung, diese Pflegerin der Tugenden und derTalente, vergessen, und mit ihr wenigstens eine ganze Ge-neration verloren; alle Völker im Ausstände, und die Staa-ten in ihrem Verfalle; dieses ist das schreckliche Gemähldeder Uebel, mit welchen sich der Papst umringt sieht, und dieihn bestürzt machen. Wenn er nicht, um ihnen abzuhelfen,die Jesuiten wenigstens in seinen eigenen Staaten, wo er inallen Rücksichten Meister seyn muß, wiederherstellt, so mußmau vorausetzen, daß ihn Gründe dazu bewegen, die uns