Band 
Vierter Bnad.
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Geschichte der Jesuiten. 25;

unbekannt sind, und die wir nichts destoweniger verehrenmüssen. Allein diese Gründe können nicht das seyn, wasEinige vorgeben, nämlich die Furcht, die Sache, welche ergut machen wollte, nur noch schlimmer zu machen Denneine solche Ketzerey unserer Zeit, da sie dem Geiste des Evan-gelium so sehr entgegengesetzt ist, würde den unvermeidlichenRuin des heiligen Stuhles nach sich ziehen, und eine solcheSchwache beherrscht den Charakter Pins VI. nicht. Manweiß, wie bereitwillig er den Wünschen der Kaiserin vonRußland, so weit sie auch immer von der Römische»Kirche entfernt ist, Genüge that. Wenn er nun auf ihrVerlangen den Jesuiten einen Generalvikar bewilligte,welche selbst mit Bewilligung des Papstes, der ihren Ordenaufhob, in Weißrußland nie aufhörten, Jesuiten zuseyn; wen» er ihnen erlaubte, durch Begehung der feyerlich-sic» Gelübde sich zu verewigen; was würde er, gebietendeHerren, nicht erst auf daS Bitten und zn Gunsten einertapfern und großmüthigen Nation thu», welche mir denMaccabäern in die Wette eifert, nnd eben so heroische Wun-der ihres Muthes wirkt, wie jene ruhmwürdigen Verthei-diger des Glaubens ihrer Vater? Besonders, wenn einKardinal-Primas, wen» das ganze Niederländische,in einem bevorstehenden Koncil!» vereinigte Episkopat, wenndie drey Stände der Belgischen Staaten, wenn selbst dieUniversität, welche seit der fatalen Unterdrückung des Ordenssich beklagt, daß die humanistischen Schulen keine für höhereWissenschaften taugliche Subjekte mehr liefern, wenn sichendlich Alle in dem nämlichen Geiste vereinigen; nein, erwird die Wünsche der Klcrisey, der Universität und einer soedel» Nation nicht verwerfen, deren Eifer für die Religionbey weitem lebhafter, als die Anhänglichkeit für ihre politi-sche Konstitution ist. Er weiß, daß eines der wirksamstenMittel, in den Herzen der Völker den Keim des Ehrgefühlszu ernähren, aus unsern Provinzen die Finsternisse der Un-