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Sechzehntes Buch.
„ Ein wichtiger Universalwunsch der Baierischen Nazionund eines acht biedern Patrioten bietet gegenwärtig die Gele-genheit dar, um dem Varerlande eines Theils die schönsteAussicht in eine ewigwahrende Wohlfahrtund Glückseligkeit zu eröffnen*), und andernTheils dadurch dem Ruhm des gnädigsten Landesherr» dieSeele der Unsterblichkeit zu verschaffen."
„ Und dieser Wunsch ist die zu dem Ende unumgänglichnothwendige und baldige kkestituiio in ivteAruln des ehema-ligen Jesuitenordens, nicht zwar soviel guo<i bous teuipo-rslis (denn dieses würde rs non sinpliu» ints^r» vielleichtschwer lassen): als czuosst Ullministrarnls c>6rci» Public»«piritusliu v. ß. äooenäi, concionsnäi, estsclilrsnäi,
kern dcS Erdbodens ein Abscheu. Man muß, um den geradenWeg zur Unsterblichkeit deS Ruhms zu finden, sich denselben nichtvon Jesuiten zeigen lassen. Diese bilden ihre Könige und Fürstenzu Leuten, welche in den Geschichten der Nachwelt entweder garkeinen, oder einen schändlichen Namen haben. Man kann gegendaS Lob, welches die Jesuiten Regenten, Minister» und berühm-ten Männern geben, nicht mißtrauisch genug seyn. Und KarlTheodor wird, um sich der Nachwelt zu empfehlen, am aller-wenigsten des LvbeS der Jesuiten bedürftig seyn, da ihr Lobmehr Beschimpfung alö Empfehlung ist.
*) Wo ist das Volk, welches, während der Jesuitemegierung, ei-ner so dauerhaften Wohlfahrt und Glückseligkeit sich erfreuenkonnte? Waren eS die Portugiesen, die zur Zeit der höch-sten Macht des Jesuitenordens beständigen Revolnzioncn auöge,setzt waren? Können sich dessen etwa die Spanier rühmen,welche tausend Schlachtopfer des ReligionSfanatiömuS auf denScheiterhaufen braten sahen? Hat je Frankreich das Glückgehabt, während der Jesuitenepvche ruhig zu sey», und sindnicht wechselöweise Könige und Unterthanen durch die Allgewaltdieser Religiösen aus dem Wege geräumt worden? Und wiewenig hat Deutschland Ursache, den Jesuiten daiikbar zuseyn, welche zwar nicht so offenbar, aber eben so kühn undgewaltig, wie in andern Reichen, an der Unterjochung der Na-tion arbeiteten: